Industrial IoT: Eclipse Foundation gründet Sparkplug Working Group

Auf Basis des quelloffenen IoT-Kommunikationsprotokolls MQTT soll Sparkplug standardisierte Interoperabilität im industriellen Anwendungsumfeld gewährleisten.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Von
  • Matthias Parbel

Die Sparkplug-Spezifikation der Eclipse Foundation soll die Voraussetzungen schaffen für offene, interoperable IIoT-Anwendungen mit dem Open-Source-Protokoll MQTT. Um die Implementierung von Sparkplug im Industrial Internet of Things (IIoT) gezielt voranzutreiben, hat die Open-Source-Organisation nun die Sparkplug Working Group ins Leben gerufen, zu deren Gründungsmitgliedern unter anderen Chevron, Canary Labs, Cirrus Link Solutions, HiveMQ, Inductive Automation und ORing zählen.

MQTT ist im industriellen Umfeld als Protokoll für den Datentransfer in der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation fest etabliert. Das ursprünglich für den Nachrichtenverkehr in Echtzeit-SCADA-Systemen (Supervisory Control and Data Acquisition) entwickelte Protokoll bietet jedoch weder Optionen zur Definition eines Datenformats noch für den Umgang mit etwaigen Interoperabilitätsproblemen. An dieser Stelle setzt Sparkplug an. Erklärtes Ziel der Spezifikation ist es, einen Topic Namespace für MQTT zu definieren sowie das Session-State- und Payload-Management allgemein anwendbar zu machen.

Anhand der dadurch verfügbaren Echtzeitinformationen in MQTT-basierten Infrastrukturen können sich in den verschiedensten Industriesegmenten alle Geräte und Softwaredienste auf ein gemeinsames Datenformat verständigen und auf die gleichen Lebenszyklusstadien der Geräteinformationen zugreifen. Sparkplug schaffe auf diese Weise ein Ökosystem für Anbieter, Hersteller und Anwender industrieller IoT-Systeme, in dem MQTT-Geräte standardmäßig zusammenarbeiten, wie Mike Milinkovich, Executive Director der Eclipse Foundation, in der Ankündigung zur Gründung der Sparkplug Working Group betont. (map)