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Intel konfektioniert Big-Data-Angebot neu

Rund ein Jahr, nachdem Intel den Big-Data-Markt betreten hat, kündigt der Chip-Hersteller eine Distribution für Apache Hadoop an, die das bisherige Angebot erweitern soll.

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Intel bündelt sein noch junges Big-Data-Portfolio in der neuen Intel Data Platform. Dieses auf Intels Hadoop-Distribution (Intel Distribution für Apache Hadoop) aufbauende Softwarepaket soll im nächsten Quartal verfügbar sein und Möglichkeiten für Import, Verwaltung und Analyse großer Datenmengen bieten.

Hadoop ist ein Java-Framework für die Entwicklung skalierbarer, verteilter Anwendungen zur Analyse großer Datenmengen, das unter dem Dach der Apache Software Foundation entwickelt wird. Die Intel Data Platform wird nun nach rund einem Jahr angekündigt, nachdem das Unternehmen seine Distribution vorgestellt hatte. Sie soll dann in zwei Versionen vorliegen.

Die kostenlose Enterprise Edition richtet sich an Kunden, die sich um ihre Installationen selbst kümmern. Die Premium Edition erhalten sie auf Basis eines jährlichen Abonnements. Sie ergänzt die kostenlose Version um erweiterte Automatisierungsfunktionen, frühzeitige Sicherheits-Fixes und -warnungen, reguläre Erweiterungen sowie Supportleistungen

Mit dem Analytics Toolkit stellt Intel außerdem eine grafische Umgebung zur Modellierung von Analysen und Vorhersagen bereit, durch die Unternehmen Einblicke in die Beziehungen zwischen den Daten erhalten können sollen. Zusätzlich gibt es Features zur Verarbeitung von Streaming-Daten sowie interaktiven und iterativen Analysen und Grafiken.

Intel konkurriert mit seinem Hadoop-Angebot mit etlichen anderen Distrubutoren. Der Konzern stellt bei seinem Paket bislang eine schnelle Datenver- und -entschlüsselung mit seiner AES-NI-Technik (Advanced Encryption Standard New Instructions) heraus. Durch diese Integration von Chip-basierter Verschlüsselung sind Organisationen offenbar in der Lage, ihre Datensätze ohne große Performanceeinbußen auf sichere Weise mit dem Hadoop Distributed File System analysieren zu können.

Außerdem ergänzt Intel das Big-Data-Framework um Unterstützung für die parallelen, verteilten Dateisysteme Lustre, das im HPC-Umfeld verbreitet ist, und das von Red Hat geförderte GlusterFS. (ane)