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Intel setzt auf Linux für Embedded und Mobile Systems

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Intel System Studio heißt ein von Intel vorgestelltes Toolkit zum Entwickeln von eingebetteten und mobilen Linux-Anwendungen. Der Halbleiterhersteller möchte so wohl seine Stellung auf dem Embedded-Markt stärken und es Entwicklern ermöglichen, x86-Anwendungen mit den selben Werkzeugen sowohl auf den hauseigenen Atom, Core und Xeon Prozessoren als auch auf anderen Ein-Chip-Systemen von Intel schreiben zu können.

Das Paket enthält Werkzeuge zum Analysieren, Debuggen und Kompilieren, die unter anderem den bekannten GNU Debugger GDB mit umfassen. Um nicht nur Software sondern auch Systeme fehlerfrei zu bekommen, steht darüber hinaus der sogenannte JTAG Debugger zur Verfügung: Mit ihm sollen sich nicht nur System-on-Chips (SoC) und Chipsets überprüfen lassen, sondern auch Prozesse der UEFI-Firmware, Bootloader und Systemtreiber. Beim Lokalisieren von Speicher- oder Threading-Fehlern hingegen kann das Analysemodul Intel Inspector for Systems helfen.

Als Profiling-Möglichkeit zum Aufspüren eventueller Engpässe, die sich negativ auf die Performance auswirken, ist VTune Amplifier for Systems in das System Studio integriert. Der C++-Compiler des Kits soll mit Intel Cilk Plus darüber hinaus noch in der Lage sein, Code-Verbesserungen für Multi-threaded-Anwendungen und parallele Systeme durchzuführen.

Neben diesen Hilfsmitteln ist auch eine Mathematik-Bibliothek Teil des System Studio: Mit ihr stehen unter anderem Funktionen zur Fast-Fourier-Transformation, zum Durchführen statistischer Operationen und optimierter Rechnungen aus der linearen Algebra bereit.

Intel System Studio wurde für Fedora, openSUSE, Red Hat Enterprise Linux, SUSE Linux Enterprise Server und Ubuntu in verschiedenen Versionen getestet. Die Werkzeuge lassen sich wohl auch mit einem Skript in Eclipse CDT integrieren und dort nutzen.

Eine zeitlich begrenzte Testversion lässt sich von der Software-Site von Intel herunterladen, ansonsten ist Intel System Studio ab rund 3.500 US-Dollar zu haben. (jul)