IntelliJ IDEA 2016.3 setzt auf semantische Texthervorherbung

Außer den unterschiedlichen Farben für einzelne Parameter und Variablen bringt JetBrains' Entwicklungsumgebung einen tieferen Einblick beim Debuggen und erweitert das Refactoring für Java 8.

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IntelliJ IDEA 2016.3 bringt semantische Hervorherbung
Von
  • Rainald Menge-Sonnentag

Der Toolhersteller JetBrains hat etwa zwei Monate nach der ersten Early-Access-Version eine öffentliche Preview der vor allem auf Java ausgelegten Entwicklungsumgebung IntelliJ IDEA 2016.3 herausgegeben. Der Editor bringt zwei Neuerungen, die für eine bessere Orientierung sorgen sollen. So führt er die unter anderem aus KDevelop bekannte semantische Texthervorhebung als Ergänzung zur syntaktischen ein. Damit bekommen einzelne Parameter und lokale Variablen eigene Farben. Um Entwickler nicht zu verwirren, ist die Funktion standardmäßig ausgeschaltet und muss über Settings | Editor | Colors & Fonts | Langauge Defaultls | Semantic highlighting aktiviert werden. Ebenfalls neu sind die Parameter Hints, die standardmäßig aktiviert sind und bei Funktionsaufrufen vor Literalen und null-Werten den zugehörigen Parameternamen anzeigen.

Parameter Hints zeigen, welche Parametern der jeweils übergebene Wert füttert.

(Bild: JetBrains)

Der Debugger bringt neuerdings Watches auf Klassenebene und berechnet vom Nutzer erstellte Expressions im Kontext der jeweiligen Klasse. Ein neues Plug-in soll mehr Übersicht über die Speichernutzung geben: Memory View zeigt an, wie viele Objekte einer bestimmten Klasse in der JVM existieren. Eine zusätzliche Spalte zeigt die Differenz zum jeweils vorherigen Stopp des Debuggers.

Entwickler, die ihren Code für Java 8 optimieren wollen, finden neue Refactoring-Funktionen für nicht triviale Klassen. So hilft das Tool beim Ersetzen von for-Schleifen durch verkettete API-Aufrufe unter anderem für die Klassen count, flatMap, map, mapToInt, collect, filter und anyMatch.

Android-Entwickler finden den bereits mit dem auf IntelliJ IDEA basierenden Android Studio 2.2 vorgestellten Blaupausenmodus. Außerdem unterstützt der Layout-Editor das neue ConstraintLayout, das wie RelativeLayout für flexible Schnittstellen gedacht ist. Auch die weiteren Funktionen der auf Android zugeschnittenen IDE wie das verbesserte Instant Run und der APK-Analyzer sind in IntelliJ IDEA 2016.3 zu finden.

Weitere Funktionen wie die verbesserte Git-Anbindung und die Möglichkeit Build-und Run-Aktionen an Gradle zu delegieren sowie die nur in der kostenpflichtigen Ultimate-Edition enthaltenen Neuerungen für JavaScript-Entwickler, sind im Blogbeitrag zu finden. Sowohl die kostenfreie Community als auch die Ultimate Edition stehen auf der Preview-Seite zum Herunterladen bereit. (rme)