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Internet Explorer Developer Channel bietet Vorschau auf nächstes IE-Release

Nach Mozilla und Google bietet nun auch Microsoft Entwicklern und anderen Interessierten eine Vorschauversion der nächsten Ausgabe seines Browsers an. Unter anderem sind in den F12-Tools neue Debugging-Optionen zu finden.

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Das Entwicklerteam hinter Microsofts Browser Internet Explorer hat in einem Blogeintrag den nun zur Verfügung stehenden Internet Explorer Developer Channel vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen voll funktionsfähigen Browser, der Webentwicklern einen ersten Blick auf das kommende IE-Release verschaffen soll. Die Vorschauversion lässt sich parallel zu einer IE11-Installation betreiben. Da dies unter anderem durch Virtualisierungsmechanismen ermöglicht wird, ist zu beachten, dass die Developer-Channel-Variante etwas langsamer als der reguläre Browser ist und sich daher nicht für Performancetests eignet.

Zu den Neuerungen des Browsers zählen unter anderem Unterstützung für den kommenden WebDriver-Standard, mit dem Entwickler Browser etwa zum automatischen Testen ihrer Webseiten nutzen können. Darüber hinaus lässt sich nun wohl auch im Internet Explorer auf die Gamepad API zugreifen und so per JavaScript der Einsatz von Gamepads in Web-Apps und Spielen ermöglichen.

Neben den regulären (Code) Breakpoints gibt es im IE Developer Channel auch die Möglichkeit, Event Breakpoints zu setzen.

(Bild: Microsoft )

Besonders interessant sind für Entwickler wahrscheinlich die Ergänzungen in den F12-Tools, zu denen Event Tracepoints und Event Breakpoints zählen. Mit ihnen lassen sich statt Codestellen bestimmte Events angeben, die einen Logeintrag oder eine Unterbrechung erzeugen, sollten sie ausgelöst werden. Das kann unter anderem hilfreich sein, wenn man in fremden Code unterwegs ist und nur weiß, welche Interaktion ein bestimmtes Ereignis zur Folge hat. Um die gewünschten Events genauer einschränken zu können, sind beide Optionen mit Filtermöglichkeiten versehen. Außerdem lassen sich nun Speicher-Snapshots im UI Responsiveness und Memory Tool erstellen. Das sogenannte Dominator Folding kann bei deren Auswertung helfen, indem es Elemente so gruppiert, dass Komponenten anderer Objekte diesen untergeordnet sind und sich ausblenden lassen. Zur einfacheren Navigation hat das IE-Team neue Shortcuts zum Wechseln zwischen den Werkzeugen und Benachrichtigungen im Kopfbereich eingeführt.

Das Release soll nur das erste in einer ganzen Reihe von Vorschauversionen sein. Um während der Entwicklung den Bedürfnissen der Nutzer entgegenkommen zu können, ruft das IE-Team dazu auf, ihnen Rückmeldungen und Hinweise zukommen zu lassen. (jul)