Menü
Developer

Internet der Dinge: Die Bosch IoT Suite ist über Amazon Web Services verfügbar

Zunächst startet der Elektrokonzern mit dem Bosch IoT Remote Manager, aber im Lauf der Zeit soll anders als bei IBM Bluemix die gesamte Suite über Amazons Cloud-Plattform verfügbar sein.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 9 Beiträge

Auf der Hauskonferenz Connected World in Berlin hat Bosch Software Innovations heute eine Zusammenarbeit mit Amazon angekündigt: Die Bosch IoT Suite wird künftig auf AWS (Amazon Web Services) verfügbar sein. Bereits jetzt lässt sich der Remote Manager im Rahmen einer Developer Preview auf Amazons Cloud testen, die Bosch IoT Permissions können Interessierte derzeit nur auf Einladung ausprobieren.

Bosch hatte im Vorjahr die Connected World zum Start des eigenen Cloud-Dienstes Bosch IoT Cloud genutzt. Sie bietet Services für das Internet der Dinge, die als Bosch IoT Suite zusammengefasst sind. Zu den Angeboten gehören unter anderem Tools zur Analyse, für Rollouts, zum Gerätemanagement, zur Autorisierung und ein IoT-Hub für das Messaging.

Der nun auch auf AWS verfügbare Bosch IoT Remote Manager dient der Gateway- und Geräteverwaltung. Er unterstützt verbreitete Managementprotokolle wie OMA Device Management (Open Mobile Alliance) und TR-069 (Technical Report) zur Kommunikation mit den Gateways. Administratoren können ihn unter anderem zum Ausrollen von Firmware-Updates, zur Remote-Konfiguration und zum Verwalten der Security-Funktionen nutzen.

Der Bosch IoT Remote Manager bildet ein Backend zum Device Management in der Cloud.

(Bild: Bosch Software Innovations)

Die Bosch IoT Permissions sind die Schnittstelle zur Authentifizierung und Autorisierung. Die Nutzerverwaltung erfolgt wie in anderen Systemen mit Rollen- und hierarchischer Gruppenzuordnung und lässt sich an dezentrale Systeme wie OpenID, Google oder Bosch eIDP anbinden. Derzeit befindet sich der Dienst auf AWS im geschlossenen Test und ist nur über eine Einladung verfügbar.

Im Lauf der Zeit will Bosch weitere Dienste auf AWS bereitstellen. Die Zusammenarbeit unterscheidet sich somit von der im Februar angekündigten Kooperation mit IBM. Big Blue möchte laut Stefan Ferber, SVP Engineering bei Bosch Software Innovations, lediglich die Dienste der Bosch IoT Suite in Bluemix übernehmen, die nicht im Wettbewerb zu den hauseigenen stehen. Aktuell ist dort lediglich Bosch IoT Rollouts verfügbar. Auf AWS läuft das Angebot dagegen parallel zu und unabhängig von den Amazon-eigenen IoT-Angeboten.

Im Gespräch mit heise Developer bezeichnete Ferber die Zusammenarbeit mit Amazon als exzellent. Er verspricht sich von der Kooperation vor allem international mehr Nachfrage, da die Bosch IoT Suite derzeit sehr europäisch geprägt sei. Noch gibt es keine direkte Anbindung an weiterführende AWS-Services, ganz oben auf der Liste stehen jedoch Single Sign-on und AWS Lambda.

Weitere Details lassen sich der Pressemitteilung entnehmen. Preislich sollen die Dienste bei Amazon Web Services gleichauf mit denen in der Bosch IoT Cloud sein. Unterschiede sind laut Stefan Ferber lediglich anderen Abrechnungsmodellen geschuldet. Deutsche Kunden können ihre Daten auf Wunsch in einem dedizierten AWS-Rechenzentrum wie Frankfurt ablegen. (rme)