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Internet der Dinge: Eclipse Ditto ist auf dem Weg zur ersten Hauptversion

Version 0.9 des Tools zum Verwalten digitaler Zwillinge verbessert vor allem das Speichermanagement und bietet eine Anbindung an Apache Kafka.

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Das Ditto-Team bei Eclipse hat Version 0.9 des Tools freigegeben. Damit liegt das Werkzeug zum Management digitaler Zwillinge im Zeitplan, der die Veröffentlichung von Ditto 1.0 und den erfolgreichen Abschluss der Inkubationsphase bei der Eclipse Foundation gegen Ende des Jahres vorsieht. Das aktuelle Release bringt vor allem Verbesserungen hinsichtlich der Skalierbarkeit und der Performance sowie eine erweiterte Anbindung an andere Systeme und Cloud-Plattformen.

Dank des verbesserten Speichermanagements kann Ditto nun laut den Angaben der Entwickler mehrere Millionen digitale Zwillinge im Arbeitsspeicher halten. Darüber hinaus bringt es Verbesserungen bei der Performance für die Suchfunktionen mit. Für die Verbindungen lassen sich nun Metriken und Logging abrufen, um andere Systeme und Broker über APIs einzubinden.

Ditto lässt sich neuerdings mit dem Big-Data-Framework Apache Kafka verbinden. Außerdem existiert eine Vorlage für den Paketmanager Helm für das Deployment auf Kubernetes. Microsoft hat zudem aktiv an einer verbesserten Anbindung an die Azure-Cloud beigetragen.

Eclipse Ditto ist eins von zahlreichen IoT-Projekten (Internet of Things) bei der Eclipse Foundation. Zu den bekannteren Tools gehören die MQTT-Implementierung Eclipse Paho, das IoT-Edge-Framework Eclipse Kura und Eclipse Smart Home. Ditto befindet sich derweil noch in der Inkubationsphase, aber die Roadmap sieht einen 1.0.0-Release für Ende 2019 und damit den Übergang in ein vollwertiges Projekt unter dem Dach der Eclipse Foundation vor. Den Zeitplan bestätigt der Tweet des Projekt-Leads Thomas Jäckle zur Veröffentlichung von Ditto 0.9.

Der Name, der im Deutschen eher Dito lauten müsste, ist passend gewählt: Eclipse Ditto verwaltet digitale Zwillinge, also eine Darstellung physischer Objekte in digitaler Form. Im Internet der Dinge helfen sie vor allem beim Verwalten der Endgeräte und ermöglichen unter anderem den Zugriff auf Sensoren, die nicht dauerhaft über das Netzwerk erreichbar sind. Eine Synchronisation findet separat von der Administration statt. Auf die Weise lassen sich unabhängig von der Erreichbarkeit der physischen Endgeräte Parameter festlegen oder Werte auslesen.

Eclipse Ditto verwaltet digitale Zwillinge und steht zwischen den Applikationen und den Endgeräten.

(Bild: Eclipse)

Weitere Details zu Eclipse Ditto 0.9 lassen sich der offiziellen Ankündigung entnehmen. Das vollständige Changelog ist Bestandteil der Release Notes, die auch darauf hinweisen, dass aufgrund des Inkubator-Status künftige Änderungen an der API, die zu Inkompatibilitäten führen, durchaus möglich sind. Da Eclipse Ditto aber eine Grundlage für das kommerzielle Produkt Bosch IoT Things ist, soll das 1.0.0-Release die API-Stabilität sicherstellen. Jäckle arbeitet für Bosch und ist neben seiner Rolle als Project Lead von Eclipse Ditto einer der leitenden Entwickler der kommerziellen Bosch-Suite. (rme)