Internet der Dinge: Eclipse ioFog bringt Kubernetes für Edge-Computing

Edgeworx hat nun Kubernetes in die Plattform für IoT-Edge-Computing integriert, die vor Kurzem in Version 1.1 erschienen ist.

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Das maßgeblich an der Entwicklung von Eclipse ioFog beteiligte Unternehmen Edgeworx hat die Integration von Kubernetes in seine kommerzielle Variante der Open-Source-Plattform für Edge-Computing angekündigt. Entwickler können dank der Integration mit Helm Kubernetes auf jeder Edge-Infrastruktur installieren, die unter Linux läuft. Die Plattform soll zu allen Kubernetes-Distributionen kompatibel sein.

Derzeit ist die Anbindung auf die kommerzielle Variante begrenzt, soll aber in die Eclipse ioFog-Open-Source-Plattform einfließen. Laut Mike Milinkovich, Chef der Eclipse Foundation, ist Edgeworx bereits dabei, die nativen Kubernetes-Erweiterungen dem Projekt beizusteuern.

Eclipse ioFog ist vor Kurzem in Version 1.1.0 erschienen. Das Projekt befindet sich insgesamt seit vier Jahren in Entwicklung. Es verbindet unterschiedliche Techniken zu einer Plattform, die eine Laufzeitumgebung für Microservices bietet. Der zentrale Knoten läuft unter Linux. Eclipse ioFog ist auf den Einsatz auf Geräten mit geringen Ressourcen optimiert.

Einzelne ioFoG-Instanzen sind über eine sogenannte ComSat-Komponenten miteinander verbunden. Entwickler finden Software Development Kits (SDKs) für unterschiedliche Programmiersprachen für die direkte Integration in eigene Applikationen. Darüber hinaus gibt es eine REST API zum generischen Zugriff. Zudem existiert ein Entwicklungswerkzeug, das die ioFog-Computing-Lauzeitumgebung simuliert, um Tests zu vereinfachen.

Eclipse ioFog ermöglicht das Verwenden von Microservices am Edge.

(Bild: Eclipse)

Die Integration von Kubernetes soll Entwicklern das Verwenden von Microservices am Edge erleichtern, indem es ihnen dieselbe grundlegende Infrastruktur zur Verfügung stellt, die sie aus Cloud-Anwendungen gewohnt sind. Die Einbindung ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit der Eclipse- und der Kubernetes-Communites, für die eine eigen Arbeitsgruppe mit dem Namen IoT Edge Working Group exisitiert.

Dass zu den Organisatoren der Arbeitsgruppe neben Mitarbeitern von VMware, Red Hat und Google auch eine Softwarearchitektin von Huawei gehört, verwundert technisch wenig, da das Unternehmen mit seinen 5G-Netzwerkkomponenten auch den Bereich IoT abdecken will. Das Engagement bringt aber am Rand die Frage mit, wie sich der US-Bann des chinesischen Unternehmens künftig auf Open-Source-Projekte und -Communites sowie Arbeitsgruppen auswirkt.

In jüngster Zeit haben die Begriffe Edge-Computing und Fog-Computing vor allem im Bereich Internet der Dinge an Bedeutung gewonnen. Sie stehen für die (Vor-)verarbeitung von Daten dort wo sie anfallen. Das kann entweder am Sensor selbst oder an einem IoT-Gateway geschehen. Auch wenn die beiden Begriffe leicht unterschiedliche Ansätze beschreiben, werden sie häufig als Synonyme gebraucht, so auch im Eclipse ioFog-Projekt und den zugehörigen Blogbeiträgen.

Weitere Details zur Integration von Kubernetes in ioFog lassen sich der offiziellen Ankündigung von Edgeworx sowie dem Eclipse-Blogbeitrag von Mike Milinkovich entnehmen. (rme)