Internet der Dinge: IoT-Entwickler sehen Sicherheit nach wie vor als Hauptproblem

Das Ergebnis der dritten IoT Developer Survey lässt erkennen, dass Sicherheit Entwicklern im IoT-Umfeld noch immer Kopfschmerzen bereitet. Trotzdem werden neue Sicherheitsmaßnahmen anscheinend nur zögerlich aufgenommen.

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IoT-Entwickler sehen Sicherheit nach wie vor als Hauptproblem
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Die Eclipse IoT Working Group, die IoT-Gruppe des IEEE, Agile IoT und der IoT Council haben Entwickler in der Zeit vom 7. Februar bis 17. März 2017 zu ihren Arbeitswerkzeugen, Herausforderungen bei der Entwicklung von IoT-Produkten, Plattformen und Ähnlichem befragt. An der nicht repräsentativen Studie nahmen 713 Menschen teil, die Ergebnisse sind nun unter anderem in einem Blogeintrag von Ian Skerett, dem Marketingverantwortlichen der Eclipse Foundation, zu finden.

Generell gab es in diesem Jahr mehr Rückmeldungen von Befragten aus den Bereichen industrielle Automatisierung, Energieverwaltung und Smart Cities, wobei der Großteil nach wie vor in der Heimautomatisierung tätig oder am Aufbau von IoT-Plattformen beteiligt war. 46,7 Prozent der Umfrageteilnehmern bereitet die Sicherheit im Internet der Dinge Sorge, gefolgt von Interoperabilität (24,4 %, im Vorjahr waren es noch 29,4 %) und Konnektivität (21,4 %). Nach den Maßnahmen befragt, die sie selbst einsetzen, um ihre Produkte zu sichern, verwiesen die meisten auf Ansätze zur Kommunikationssicherung wie TLS (Transport Layer Security, 48,3 %) und DTLS (Datagram Transport Layer Security, 43,2 %) und Datenverschlüsselungsverfahren. Hardware-orientierte Sicherheitsmaßnehmen wie Trusted-Platform- oder Hardwaresicherheitsmodule sind mit jeweils um die 10 Prozent eher wenig verbreitet, und auch Over-the-air-Updates könnten von den Befragten stärker genutzt werden (18,5 %).

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Kaum überraschend hängt die eingesetzte Sprache stark vom Zielsystem ab, wobei hier auch die speziellen Präferenzen der befragten Gruppen einen starken Einfluss haben können. (Bild:  Eclipse Foundation )

Was die verwendeten Sprachen anbelangt, ist auf eingebetteten Geräten C am meisten vertreten, gefolgt von C++, Python und Java. Für Gateways führt Java die Liste der Befragten an, danach kommen C, C++ und Python. In IoT-Cloud-Produkten setzen die Umfrageteilnehmer auf Java, gefolgt von JavaScript, Node.js und Python.

Als beliebtestes Betriebssystem des IoT geht Linux aus der Befragung hervor, bei Embedded-Geräten steht es vor Bare Metal/kein Betriebssystem (27,6 % im Vergleich zu 44,1 % Linux), für Gateways ist Windows Zweitplatzierter (20,5 % im Vergleich zu 66,9 % Linux). Meistgenannte Linux-Distribution war Raspbian, das Betriebssystem des Raspberry Pi, mit 45,5 Prozent, gefolgt von Ubuntu, das 44 Prozent der Linux-Nutzer verwenden.

Als offenbar verbreitetste IoT-Plattform konnte sich AWS behaupten (42,7 %), gefolgt von Microsofts Azure (26,7 %) und der Google Cloud Platform (20,4 %), wobei der Anteil der Nutzer von On-Premises Clouds zurückging. Protokolle, die im Vergleich zum Vorjahr stärker eingesetzt wurden, sind Bluetooth und Bluetooth Smart, diverse LPWA-Techniken und 6LoWPAN. Detaillierte Ergebnisse lassen sich einer Präsentation entnehmen. (jul)

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