JRuby-Entwicklung bleibt von Oracles Sun-Übernahme unberührt

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Die Weiterentwicklung des quelloffenen Java-basierten Ruby-Interpreters JRuby wird laut Chefentwickler Charles Nutter nicht durch Oracles Sun-Übernahme beeinträchtigt. Das geht aus einem Bericht der US-Zeitschrift InfoWorld hervor, dem ein Interview mit dem Sun Senior Staff Engineer während der RailsConf-Konferenz in Las Vegas zugrunde liegt.

JRuby finde sich mittlerweile – vorzugsweise im Einsatz mit dem "Ruby on Rails"-Framework – in vielen Unternehmensanwendungen, betonte Nutter. Der Staat Utah greife zum Beispiel in einer Anwendung zusätzlich zu Googles App-Engine-Cloud-Plattform auf das Gespann aus JRuby und Rails zurück, um infektiöse Krankheiten zu bekämpfen. Auch setze der Osloer Flughafen JRuby für eine Betankungsanwendung ein, berichtet der JRuby-Entwickler.

In Aussicht stellt Nutter für nächste Woche die Version 1.3, die für eine bessere Zusammenarbeit mit Googles Cloud-Plattform sorgen und mit Performanceüberarbeitungen aufwarten soll. Für diesen Sommer ist Version 1.4 geplant, die den Fokus auf die Java-Integration setzt, um eine einfachere Anbindung an Java-Frameworks und -Bibliotheken bieten zu können.

Sun Microsystems war im September 2006 in das JRuby-Projekt eingestiegen. Die zwei Hauptentwickler – darunter Charles Nutter – wurden im Zuge des Sun-Engagements Angestellte des Unternehmens. (ane)