Java 10 hält Einzug auf dem Raspberry Pi

Liberica JDK 10 ist die Umsetzung des OpenJDK 10 für Raspberry Pi 2 und 3 mit Raspbian OS. Es bietet unterschiedliche VMs und enthält JavaFX.

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Java 10 hält Einzug auf dem Raspi
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Bellsoft hat mit Liberica JDK 10 eine Umsetzung des OpenJDK 10 für Raspberry Pi 2 und 3 veröffentlicht. Die Implementierung von Java SE 10 ist speziell auf den Raspi zugeschnitten und bietet drei unterschiedliche VMs (Virtual Machines) zur Auswahl: Eine für den Einsatz als Client, eine als Server und eine minimale.

Neben dem JDK (Java Development Kit) enthält Liberica eine für den Raspberry Pi kompilierte Variante von OpenJFX. Vor Kurzem hatte Oracle angekündigt, JavaFX ab Version 11 aus dem JDK auszugliedern. Außerdem ist die Device I/O API Bestandteil des Pakets, die unter anderem Zugriff auf General Purpose Input/Output (GPIO), den Inter-Integrated Circuit Bus (I²C) und das Serial Peripheral Interface (SPI) bieten.

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Liberica ist sowohl in einer JDK- als auch in einer JRE-Variante (Java Runtime Environment) verfügbar. Erstere ist für Entwickler gedacht, die auf dem Raspi beispielsweise den Java-Compiler javac verwenden. Andere Nutzer sollten die schlankere Laufzeitumgebung nutzen.

Das Team hat Lieberica unter Raspbian OS getestet, es funktioniert wohl zudem mit Debian (armhf) und Ubuntu (armhf). Zunächst ist es in einer 32-Bit-Variante verfügbar, eine 64-Bit-Version, die unter anderem unter OpenSuse auf dem Raspberry Pi 3 läuft, soll in Kürze erscheinen.

Weitere Details lassen sich den Release Notes entnehmen. Die Open-Source-Software Liberica ist auf der Produktseite verfügbar. (rme)

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