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Java-8-Features mit Spring 4.0 nutzen

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Version 4.0 des Java-Frameworks Spring ist veröffentlicht und soll als eines der ersten ermöglichen, Features der kommenden Java-Version 8 zu verwenden. Weitere Neuerungen umfassen unter anderem die Option, externe Bean-Konfigurationen mit einer domänenspezifischen Groovy-Sprache zu definieren. Sie soll im Gegensatz zu den bisher verwendeten XML-Definitionen deutlich prägnanter sein.

Im Core Container behandelt Spring Generics nun als eine Form der Qualifier beim Injizieren von Beans. Sind letztere per @Autowired in Listen und Arrays eingebunden, lassen sie sich mit der neuen Version über die @Ordered-Annotation oder das Ordered-Interface ordnen. Auch in Sachen Tests gab es einige Neuerungen, so lassen sich Annotationen aus dem spring-test-Modul nach dem Update als Meta-Annotationen nutzen.

Umfassende Unterstützung für Kommunikation zwischen Client und Server über WebSockets steht mit dem neuen spring-websocket-Modul zur Verfügung. Es ist mit der Java WebSocket API JSR-356 kompatibel und bietet zudem mit SocketJS arbeitende Fallback-Optionen. Das spring-messaging-Modul wurde zudem um Unterstützung für STOMP ergänzt, sodass es sich in Applikationen als WebSocket-Sub-Protokoll nutzen lässt. @Controller ist es so möglich, @RequestMapping und @MessageMapping für den Umgang mit HTTP-Requests und Nachrichten von per WebSocket verbundenen Clients zu verwenden.

Um mit der neuen Version des Frameworks arbeiten zu können, ist ab sofort mindestens Java 6 vonnöten. Informationen zur Migration auf Spring 4.0 lassen sich dem GitHub-Wiki des Projekts entnehmen. Da viele als deprecated markierte Methoden und Pakete komplett entfernt wurden, lohnt sich auch ein Blick in den API Difference Report. Außerdem steht auf der neuen spring.io-Webseite eine Reihe von Anleitungen zum Erlernen des Umgangs mit dem Framework bereit. (jul)