Java Enterprise Edition 7: Kein Cloud-Support, dafür mit WebSockets

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Das für die Spezifikation der Java Enterprise Edition (Java EE) zuständige Gremium innerhalb des Java Community Process (JCP) hat sich für die Freigabe der Version 7 der Softwareplattform zur Ausführung von in Java programmierten Server- und Webanwendungen ausgesprochen. Nahezu alle Mitglieder des Expert Committee haben innerhalb des sogenannten "Final Approval Ballot" des JSR 342 (Java Specification Request) den letzten vorgeschlagenen Entwurf abgesegnet. Im Komitee sind neben Java-Statthalter Oracle auch Vertreter von IBM, ARM, Hewlett-Packard, Intel und Red Hat, aber auch der Java-Communitys aus Brasilien und London sowie der Eclipse Foundation vertreten.

Der JSR 342 ist eine Art Oberspezifikation, der eine Reihe anderer Java-Spezifikationen untergeordnet sind, die jeweils auch innerhalb der dafür zuständigen Expertengruppen zuvor abgesegnet wurden. Letztlich haben es folgende Techniken in die neue Enterprise-Java-Version geschafft: EJB 3.2 (Enterprise JavaBeans), Java Servlet 3.1, JMS 2.0 (Java Message Service), JAX-RS 2.0 (Java API for RESTful Web Services), WebSocket 1.0, Concurrency Utilities for Java EE 1.0, JSF 2.2 (JavaServer Faces), Bean Validation 1.1, Expression Language 3.0 , CDI 1.1 (Contexts and Dependency Injection), Batch Applications und JPA 2.1 (Java Persistence API).

Ursprünglich sollte diese Java-EE-Version im vierten Quartal 2012 veröffentlicht werden. Der Termin war dann letzten Sommer auf Frühjahr 2013 verschoben worden, um neue Features wie WebSockets noch mit aufnehmen zu können. Dafür waren andere Aspekte wie PaaS-Unterstützung (Platform as a Service) und Mandantenfähigkeit und zuletzt noch JCache in Richtung Java EE 8 ausgelagert worden, das derzeit für Frühjahr 2015 vorgesehen ist.

Die Vorgängerversion Java EE 6 war im Dezember 2009 erschienen. Mit ihr wurde eine Zweiteilung in Web Profile und Full Profile eingeführt. Die gegenüber der Full-Profile-Version abgespeckte Web-Profile-Ausgabe versammelt nur die Techniken, die in einer typischen Java-Webanwendung zum Einsatz kommen. Java EE 6 unterstützen mittlerweile rund ein Dutzend Anwendungsserver. Für Java EE 7 geht es nun darum, dass mit Oracles freiem Applikationsserver GlassFish 4.0 die Referenzimplementierung der neuen Enterprise-Java-Version fertiggestellt wird. Andere Server werden danach sukzessive folgen. (ane)