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Java Enterprise Edition 7: Kein Cloud-Support, dafür mit WebSockets

Das für die Spezifikation der Java Enterprise Edition (Java EE) zuständige Gremium innerhalb des Java Community Process (JCP) hat sich für die Freigabe der Version 7 der Softwareplattform zur Ausführung von in Java programmierten Server- und Webanwendungen ausgesprochen[1]. Nahezu alle Mitglieder des Expert Committee haben innerhalb des sogenannten "Final Approval Ballot" des JSR 342[2] (Java Specification Request) den letzten vorgeschlagenen Entwurf abgesegnet. Im Komitee sind neben Java-Statthalter Oracle auch Vertreter von IBM, ARM, Hewlett-Packard, Intel und Red Hat, aber auch der Java-Communitys aus Brasilien und London sowie der Eclipse Foundation vertreten.

Der JSR 342 ist eine Art Oberspezifikation, der eine Reihe anderer Java-Spezifikationen untergeordnet sind, die jeweils auch innerhalb der dafür zuständigen Expertengruppen zuvor abgesegnet wurden. Letztlich haben es folgende Techniken in die neue Enterprise-Java-Version geschafft: EJB 3.2[3] (Enterprise JavaBeans), Java Servlet 3.1[4], JMS 2.0[5] (Java Message Service), JAX-RS 2.0[6] (Java API for RESTful Web Services), WebSocket 1.0[7], Concurrency Utilities for Java EE 1.0[8], JSF 2.2[9] (JavaServer Faces), Bean Validation 1.1[10], Expression Language 3.0[11] , CDI 1.1[12] (Contexts and Dependency Injection), Batch Applications[13] und JPA 2.1[14] (Java Persistence API).

Ursprünglich sollte diese Java-EE-Version im vierten Quartal 2012 veröffentlicht werden. Der Termin war dann letzten Sommer[15] auf Frühjahr 2013 verschoben worden, um neue Features wie WebSockets noch mit aufnehmen zu können. Dafür waren andere Aspekte wie PaaS-Unterstützung (Platform as a Service) und Mandantenfähigkeit und zuletzt noch[16] JCache in Richtung Java EE 8 ausgelagert worden, das derzeit für Frühjahr 2015 vorgesehen ist.

Die Vorgängerversion Java EE 6 war im Dezember 2009 erschienen. Mit ihr wurde eine Zweiteilung in Web Profile und Full Profile eingeführt. Die gegenüber der Full-Profile-Version abgespeckte Web-Profile-Ausgabe versammelt nur die Techniken, die in einer typischen Java-Webanwendung zum Einsatz kommen. Java EE 6 unterstützen mittlerweile rund ein Dutzend Anwendungsserver. Für Java EE 7 geht es nun darum, dass mit Oracles freiem Applikationsserver GlassFish 4.0[17] die Referenzimplementierung der neuen Enterprise-Java-Version fertiggestellt wird. Andere Server werden danach sukzessive folgen. (ane[18])


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[1] http://jcp.org/en/jsr/results?id=5513
[2] http://jcp.org/en/jsr/detail?id=342
[3] http://www.jcp.org/en/jsr/detail?id=345
[4] http://jcp.org/en/jsr/detail?id=340
[5] http://www.jcp.org/en/jsr/detail?id=343
[6] http://www.jcp.org/en/jsr/detail?id=339
[7] http://www.jcp.org/en/jsr/detail?id=356
[8] http://jcp.org/en/jsr/detail?id=236
[9] http://jcp.org/en/jsr/detail?id=344
[10] http://jcp.org/en/jsr/detail?id=349
[11] http://www.jcp.org/en/jsr/detail?id=341
[12] http://www.jcp.org/en/jsr/detail?id=346
[13] http://jcp.org/en/jsr/detail?id=352
[14] http://jcp.org/en/jsr/detail?id=338
[15] https://www.heise.de/meldung/Cloud-Themen-in-Java-EE-7-aussen-vor-1696181.html
[16] http://977501
[17] https://wikis.oracle.com/display/GlassFish/PlanForGlassFish4.0
[18] mailto:ane@heise.de