Java-Entwicklung zwischen "chaos driven" und "pseudo-agil"

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In ihrem 2. Java-Trendbarometer stellt die Mannheimer expeso GmbH eine Verschlechterung bei der Projektabwicklung fest. Schon in der ersten Studie zu diesem Thema vor einem halben Jahr hatten sich viele Entwickler über mangelnde Anforderungsanalyse, spärliche Qualitätssicherung und schlechte Dokumentation beklagt. Die Beschwerden darüber haben nun zugenommen. So empfinden 75 Prozent der Teilnehmer die Bedeutung der Qualitätssicherung in ihren Projekten als "zu gering".

In Kommentaren zum verwendeten Prozess fielen Äußerungen wie "brain driven", "chaos driven", "code & fix" und "pseudoagil". Die Qualität leide unter der häufig sehr stark termingetriebenen Entwicklung.

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Wenig Veränderungen gibt es bei der eingesetzten Java-Version: Java 1.4 und ältere Versionen setzen nur noch knapp über 60 Prozent ein, Java 6 kommt nun auf 80 Prozent – 10 Punkte mehr als vor sechs Monaten. Die Begeisterung für mobiles Java ist nach wie vor spärlich: Lediglich ein gutes Zehntel verwendet es "häufig" oder "teilweise".

An der Studie, die im Mai 2009 durchgeführt wurde, beteiligten sich 82 deutschsprachige Java-Fachleute, von denen die meisten regelmäßig als Externe in Kundenprojekten arbeiten. Vier Fünftel haben mehr als fünf Jahre Erfahrung mit der Programmiersprache. Die Studie ist kostenlos online erhältlich. (ck)

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