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Java-IDE: IntelliJ IDEA 14 besticht mit vielen Neuerungen

Alle Jahre wieder veröffentlicht die Firma JetBrains im November ein neues großes Release ihrer zunehmend populärer werdenden Java-Entwicklungsumgebung – so auch dieses Jahr.

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Das nun erschienene IntelliJ IDEA 14 wird die treue und zunehmend größer werdende Schar der Anwender wieder mit vielen Neuerungen erfreuen. Wieder ist es den Entwicklern gelungen ist, schon früh mit Integrationen zu modernen Werkzeugen aufzuwarten und essenzielle Tools einzubauen.

So findet sich in der Entwicklungsumgebung nun ein Decompiler für Java-Klassen, wodurch keine externen Plug-in mehr notwendig sind, um eine Bibliothek zu untersuchen, auf deren Sourcecode man keinen Zugriff hat. Zudem haben die Entwickler den Debugger der IDE überarbeitet. Er zeigt nun variable Werte mit Bezug auf ihren Verbrauch im Editor an, bietet eine neue Aktion Show Referring Object und unterstützt Lambda-Ausdrücke im "Evaluate expression"-Dialog.

Nicht verwunderlich ist, dass JetBrains auch am Herzstück der IDE, dem Editor, gearbeitet hat. Hier sind etliche kleinere Neuerungen hinzugekommen oder bereits bestehende Features wurden überarbeitet. Ansonsten ist IntelliJ IDEA dafür bekannt, dass die IDE früh angesagte Frameworks und Werkzeuge unterstützt. Hier ist dieses Mal auf die JavaScript-Frameworks React, spy-js, Node.js und Grunt hinzuweisen, deren Unterstützung JetBrains schon zuvor in der Webentwicklungsumgebung WebStorm 9 eingebaut hatte. Des Weiteren gibt es mit der Version 14 neue Plug-ins für die JavaScript-Frameworks Meteor, PhoneGap, Apache Cordova und Ionic.

Übernommen hat man von Android Studio, das den gleichen Kern wie IntelliJ IDEA hat, die Unterstützung zur Entwicklung für Android Wear und Android TV. Verschoben wurden hingegen die Features zum Einbinden des Scala-Frameworks Play 2.x. Diese sind im Scala-Plug-in geladen, wodurch das Installieren eines weiteren Plug-ins nicht mehr nötig ist. Das Scala-Plug-in ist insgesamt erweitert worden – so wurde beispielsweise die Integration mit dem Build-Tool SBT überarbeitet, man kann nun mit anonymen Funktions im "Evaluate expression"-Dialog umgehen, und es gibt ein neues Projektkonfigurationsmodell.

Weitere Neuerungen sind unter anderem die für den Einsatz mit den Versionskontrollen Git und Mercurial verbesserten "Log viewer"- und "Push"-Dialoge, der nun in den Editor eingebaute JavaFX Scene Builder, verbesserte Integrationen mit den Build-Werkzeugen Mavan und Gradle und deutlich überarbeitete Datenbankwerkzeuge. Schließlich wird nun auch die in Java geschriebene XML/XHTML/HTML5-Template-Engine Thymeleaf unterstützt.

Die Entwicklungsumgebung gibt es mit unterschiedlichen Lizenzmodellen. Neu kostet sie zur kommerziellen Entwicklung derzeit 479 Euro, als Upgrade der letzten Version zahlt man 287 Euro. Individualentwickler zahlen mit 191 und 95 Euro deutlich weniger. Für Studenten, Lehrkräfte und Open-Source-Entwickler gibt es die IDE kostenlos. (ane)