Java-SE-Updates beseitigen kritische Sicherheitslücken

Angreifer können bei älteren Java-SE-Versionen mit präparierten WebStart-Anwendungen oder Webservices Schadcode auf Rechnern mit fehlerhaften Java-Releases installieren.

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Oracle hat im Rahmen eines Critical Patch Update 14 Sicherheitslücken in der Java Standard Edition (Java SE) beseitigt. Angreifer können offenbar durch diese via präparierten Java-WebStart-Anwendungen oder Webdiensten ohne Authentifizierung Schadcode auf Rechnern mit den fehlerhaften Java-Versionen installieren. Letzteres ist laut Hersteller insbesondere unter Windows möglich, weil dort Anwender für gewöhnlich mit Admin-Rechten arbeiten. Das Risiko verringere sich daher beispielsweise unter Linux und Solaris.

Die Lücken, von denen Java-Statthalter Oracle fünf in die höchste Risikoklasse einordnet, betreffen JDK (Java Development Kit) und JRE (Java Runtime Environment) 7 Update 2, JDK und JRE 6 Update 30, JDK und JRE 5.0 Update 33 sowie SDK und JRE 1.4.2:35, jeweils samt der Vorgänger-Releases. Auch ältere Versionen als JavaFX 2.0.2 sind von der Schwachstelle beeinträchtigt.

In den nun bereitgestellten Java SE 7 Update 3, Java SE 6 Update 31 und JavaFX 2.0.3 hat Oracle die Lücken geschlossen. Die Updates liegen für Windows, Linux und Solaris bereit. Unter Windows werden sie mittels automatischer Updates eingespielt. Sonst lassen sich die Patches von der Java-Download-Seite herunterladen und manuell installieren. Oracle empfiehlt, die fehlerhaften Versionen möglichst rasch zu ersetzen. (ane)