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Java-Test-Framework Jnario 1.0 vorgestellt

Das erste Major Release des Projekts zum Schreiben ausführbarer Java-Spezifikationen soll sich besonders für Behavior-driven Development eignen und Vorteile gegenüber Cucumber und JUnit mitbringen.

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Entwickler Sebastian Benz hat mit der Hilfe einiger Freiwilliger Version 1.0 des von ihm entwickelten Java-Testframeworks Jnario auf den Weg gebracht. Es besteht aus zwei domänenspezifischen Sprachen, mit der sich zum einen Spezifikationen für Akzeptanz- und zum anderen für Unit-Tests schreiben lassen. Erstere sollen dabei vor allem durch ihre Lesbar- und Verständlichkeit bestechen.

Im Vergleich zum BDD-Tool Cucumber muss man in Jnario wohl keine einzelnen Definitionen für Schritte erzeugen, um sie auszuführen. Entwickler sollen den nötigen Code einfach unter die entsprechenden Schritte schreiben können, was den Aufwand für das Erstellen der Testszenarien verringert. Auf der Seite der Unit-Spezifikationen soll man mit weniger Boilerplate-Code zu tun haben und sich besser auf das eigentliche Festlegen der zu erfüllenden Eigenschaften konzentrieren können. Für parametrisierte Tests bietet Jnario eine Tabellen-Syntax, um die Arbeit beim Entwickeln zu erleichtern. Tabellen sind im Framework generell typsicher und außerdem versucht Jnario, möglichst viele Informationen über fehlgeschlagene Assertions weiterzugeben.

Nach dem Update auf Version 1.0 ist das Framework kompatibel zu Xtend 2.6, was auch als Grundlage dient. So lassen sich nun etwa auch anonyme Klassen definieren. Darüber hinaus gibt es einen automatischen Formatierer für Spezifikationen, der sich auch auf Tabellen anwenden lässt und einige Änderungen, die bessere HTML-Berichte erzeugen sollen. Durch das Neuschreiben des unabhängigen Compilers des Projekts, soll es sich in Zukunft auch mit Build-Umgebungen wie Gradle einsetzen lassen. Zunächst gab es dadurch aber erst einmal kürzere Kompilierzeiten beim Gebrauch mit Maven. (jul)