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Java-Variante Ceylon erreicht ersten Meilenstein

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Red Hat hat einen ersten Meilenstein seiner freien Java-Alternative Ceylon vorgestellt. Entwickler bekommen damit einen Compiler, das Sprachmodul und die Runtime der statisch typisierten Sprache an die Hand. Insgesamt ist die Entwicklung zur Version 1.0 in fünf solcher Meilensteine aufgeteilt – rund 80 Prozent des geplanten Umfangs seien mit der aktuell vorgestellten Fassung der Programmiersprache bereits abgedeckt.

Ceylon wurde speziell auf den Einsatz in Großprojekten und die Verwendung in Team-Umgebungen ausgelegt. Die Entwickler der Sprache haben den Anspruch, sich mit Ceylon die besten Elemente aus Java herausgepickt zu haben und gleichzeitig auf die ihrer Erfahrung nach ärgerlichsten Begleiterscheinungen in Java verzichten zu können. Dazu lasse man auch Ideen aus Smalltalk oder ML mit in die Entwicklung von Ceylon einfließen. Letztlich sei es das Ziel, mit der klassischen Java-SE-Plattform zu brechen und die Java-Entwicklung mit einer modularen Architektur unter einer neuen, auf der Java Virtual Machine beruhenden Sprache voranzubringen.

Die jetzt vorgestellte Version von Ceylon M1 "Newton" soll bereits nahezu alle Feature von Java abdecken, mit Ausnahme von Aufzählungstypen und benutzerdefinierter Annotationen, ebenso bietet Ceylon auf dem aktuellen Stand noch keine Unterstützung für Reflexionen. Details zum geplanten Sprachumfang liefert die Sprachspezifikation, ein kurzes Tutorial erleichtert den Einstieg in die Programmierung mit Ceylon. Die Syntax der Sprache ist von C abgeleitet, was mit C, C# oder auch Java vertrauten Entwicklern einen Einstieg erleichtern dürfte.

Ceylon ist für alle gängigen Betriebssysteme (auf Wunsch im Paket für Fedora-/Red-Hat- und Debian-/Ubuntu-Distributionen) zum Download erhältlich. Eine auf Ceylon M1 angepasste IDE (als Eclipse-Plug-in) soll im Laufe der Woche nachgereicht werden. (rl)