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Java für die Grafikkarte als OpenJDK-Projekt vorgeschlagen

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Offenbar nahezu zeitgleich zur Initiative des Rootbeer-Projekts ist auch Mitarbeitern von Oracle und AMD die Idee eines "Java für die Grafikkarte" gekommen. In einem Beitrag auf der OpenJDK-Mailingliste haben John Coomes, Oracles Leiter der OpenJDK Hotspot Group, und Gary Forst (AMD) den Vorschlag unterbreitet, in einem quelloffenen OpenJDK-Projekt GPUs mit Java nativ über die JVM (Java Virtual Machine) zu unterstützen.

Eine solche Implementierung könnte Java-Anwendungen eine direkte Nutzung von GPU-Leistung und -Fähigkeiten erlauben und spürbare Performanzgewinne erzielen. Vorgeschlagen wird die Verwendung einer Hotspot-JVM. Mit dem Fokus auf der Code-Generierung und der Garbage Collection sollen Anwendungen beschleunigt werden, bei kurzen Kompilierzeiten, geringem Speicherverbrauch und hoher Code-Qualität. Eine mögliche Unterstützung von in einer JVM-gehosteten Programmiersprachen wie JavaScript/Nashorn, Scala und JRuby soll von vornherein ins Auge gefasst werden.

Das Projekt soll auf den Features und Bibliotheken des kommenden Lambda-Projekts aus Java 8 aufsetzen und dabei auch ermitteln, inwieweit etwa Sprach-, JVM- oder Bibliothekserweiterungen im Rahmen des JCP-Prozesses zu standardisieren sind. Zunächst mit John Coomes als Initial-Lead will Oracle das Projekt fördern. Auch AMD möchte sich laut einem Statement von Gary Frost auf der OpenJDK-Mailingliste mit Beiträgen hauseigener Entwickler daran beteiligen. (Harald M. Genauck) / (ane)