JavaFX Script ist tot, lang lebe JavaFX

Oracle hält an der RIA-Technik JavaFX fest und verspricht für das nächste Jahr eine neue Version mit zahlreichen Neuerungen. Auf Eis gelegt wurde fürs Erste das mobile Pendant. Die JavaFX-Script-Sprache hat keine Zukunft mehr. Eine Java-API soll bei der Entwicklung von JavaFX-Apps helfen.

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Oracle kündigte auf der zurzeit in San Francisco tagenden JavaOne an, dass JavaFX, die von Sun 2007 gestartete Plattform zum Entwickeln von Rich Internet Applications (RIA), im dritten Quartal 2011 in Version 2.0 erscheinen soll. Sämtliche dann verfügbaren JavaFX-Controls werden Oracle zufolge zudem mit dieser Version als Open Source bereitgestellt. Offen blieb, welche Open-Source-Lizenz der Konzern verwenden möchte.

Die mobile Variante der RIA-Technik scheint hingegen fürs Erste auf Eis gelegt zu sein. JavaFX Script, die Skriptsprache zum Programmieren von JavaFX-Anwendungen, hat offenbar keine Zukunft mehr. Das RIA-Framework wird künftig anstelle der Skriptsprache die Java-API nutzen. Ein Vorteil davon könnte sein, dass auf der Java Virtual Machine (JVM) lauffähige Sprachen wie Groovy und Scala sich für die Entwicklung von JavaFX-Applikationen nutzen lassen.

Auf der Roadmap von JavaFX 2.0 stehen eine hardwarebeschleunigte Rendering-Engine und neue User-Interface-Steuerelemente, auch soll die Technik schlanker und schneller werden. Im Ziel der Entwicklung steht, mit der RIA-Technik die beste HTML5-Erfahrung und die nativer Applikationen von einem Java-Programmiermodell aus zu schaffen", hieß es in Oracles Rundumschlag zu Java-Produkten. JavaFX soll zu einer weit verbreiteten visuellen Abstraktionsschicht werden, die geeignet ist, sowohl den nativen Java-2d-/OpenGL-/Hotspot-VM-Stack als auch Webtechniken wie JavaScript und HTML5 von der gleichen API aus aufzurufen. (ane)