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JavaScript: Das progressive Node.js Framework Nest liegt in Version 6 vor

Das auf das Erstellen von Unternehmensanwendungen ausgelegte Framework bringt in der neuen Version einige neue Features für Entwickler.

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(Bild: Blackboard/Shutterstock.com)

Das progressive Node.js-Framework Nest ist in der sechsten Hauptversion erschienen. Es ist vor allem auf das Erstellen von serverseitigen Unternehmensanwendungen ausgelegt, die einfach zu skalieren sein sollen. Nest setzt dazu auf die neusten Features der Skriptsprache JavaScript und soll dank einer modularen Architektur den möglichen Einsatz anderer Bibliotheken gewährleisten. Das Projekt ist Open Source und bietet in der neuen Version Neuerungen in den Bereichen Injection Scopes, Events, Plattformen und verbessert das Zusammenspiel zwischen GraphQL und TypeScript.

Im Blogbeitrag zum Release geht Nest-Erfinder Kamil Mysliwiec auf die Neuerungen ein. Er erklärt, dass in vergangenen Nest-Versionen jeder Provider mit nachfolgenden Requests geteilt wurde. Das hat zu einem geringeren Speicherverbrauch und einer besseren Performance in Applikationen geführt. Allerdings benötigen Entwickler in manchen Fällen mehr Kontrolle über den Lebenszyklus eines Providers. Deshalb können Anwender nun auf einer neuen Ebene zwei neue Injection Scopes erstellen, nämlich Transient und Request Scopes.

Nest ist im Grunde ein plattformagnostisches Framework, mit dem Nutzer eine Reihe unterschiedlicher Applikationen erstellen können – von Webanwendungen bis zu Job-Queues. In Nest 6 sind nun alle plattformspezifischen Funktionen in ein seperates Paket gewandert, beispielsweise @nestjs/platform-express. Das soll Entwicklern erlauben, möglichst wenig Code auszuliefern und nur die für ein System notwendigen Pakete zu installieren.

Mehr zu Nest gibt es auf der enterJS

Auf der von heise Developer, iX und dpunkt.verlag veranstalten Konferenz für Enterprise JavaScript enterJS ist das progressive JavaScript-Framework auch ein Thema. Bis zum 26. April ist noch eine Anmeldung zu Frühbucherkonditionen möglich.

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Eine weitere Neuerung ist das nun verfügbare eventbasierte Messaging. Dadurch sollen Nutzern verschiedene Dienste in ihrem System über bestimmte Situationen benachrichten können, ohne eine Antwort zu erwarten. Das soll einen unnötigen Overhead vermeiden, der bei bidirektionalen Channel entsteht, die immer auf eine Antwort eines Services warten müssen.

Das neue Release hat darüber hinaus noch das Zusammenspiel zwischen dem JavaScript-Superset TypeScript und der Abfragesprache GraphQL im Blick. Mit einem neuen Paket namens type-graphql sollen Entwickler GraphQL-Dateien nur mit TypeScript-Decorators erstellen können. Bislang mussten Nutzer auf einen Compiler zurückgreifen, mit dem sie in der Schema Definition Language (SDL) geschriebene Definitionen ins TypeScript-interface kompilieren konnten.

Das vollständige Projekt findet sich auf GitHub. Wer mehr über Nest.js erfahren möchte, kann auf der offiziellen Website weitere Informationen einsehen. (bbo)