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JavaScript-Framework Angular 2 ist endlich erschienen

Nach rund zwei Jahren Entwicklungszeit ist Googles JavaScript-Framework zum Erstellen sogenannter Single Page Applications fertiggestellt worden. Konkurrenten wie React konnten auch aufgrund der langen Entwicklungszeit zwischenzeitlich ordentlich zulegen.

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JavaScript-Framework Angular 2 ist endlich erschienen

Nach langer Entwicklungszeit ist die von vielen Entwicklern sehnsüchtig erwartete Version 2.0 von Angular erschienen. Das neue Release des derzeit wohl wichtigsten JavaScript-Framework zur Entwicklung von Single Page Applications (SPA) stellt eine komplette Überarbeitung der Architektur dar. So wird Angular nun nicht mehr allein als Framework zum Erstellen von Webseiten positioniert, sondern zunehmend auch für den Bereich Cross-Plattfom-Entwicklung interessant.

Durch die massiven Änderungen verhält sich das mit Microsofts JavaScript-Aufsatz TypeScript geschriebene Framework nicht kompatibel zum Vorläufer – AngularJS 1.x. Die Entwickler des von Google geförderten Projekts haben aber über die letzten beiden Jahre hinweg viel dafür getan, dass Anwendern die Migration auf Angular 2 einfach fallen soll.

Robin Böhm präsentiert auf der enterJS mehrere Szenarien für die Migration auf Angular 2

Gerade noch zur rechten Zeit

Mit der Entwicklung von Angular 2 war schon vor zwei Jahren begonnen worden, doch war aufgrund der grundlegenden Änderungen schnell klar geworden, dass es eine Weile dauern würde, bis das finale Release erscheinen kann. Dass es nun da ist, kommt gerade noch zur rechten Zeit, denn viele Entwickler hatten sich in letzter Zeit aufgrund der langen Wartezeit auf Angular 2 und der damit verbundenen Unsicherheit mit den Konkurrenten React und React Native auseinandergesetzt, hinter deren Entwicklung Facebook steht.

Angular 2.0 enthält zahlreiche neue Features, die in etlichen Artikeln auf heise Developer schon beschrieben wurden. Hierunter fällt aber auch eine bessere Unterstützung der wichtigsten Browser. Wichtige Kernfunktionen werden nun in Modulen bereitgestellt, was es vereinfachen soll, fremde Bibliotheken mit Angular zu verwenden. Die Entwickler empfehlen außerdem TypeScript zum Programmieren von Angular-Anwendungen zu nutzen. Das von Microsoft entwickelte TypeScript ist ein JavaScript-Aufsatz mit zusätzlichen Features wie statischer Typisierung und objektorientierte Programmierstil über die Nutzung von Klassen.

Ausblick

Das Release ist nun da, und doch geht die Arbeit weiter. So wollen die Entwickler mehr Beispiele und Hilfsmittel bereitstellen, damit die Lernkurve zum Erlernen der Neuerungen möglichst flach ausfällt. Außerdem will man mehr Arbeit in Animationen stecken. Features wie WebWorker-Unterstützung sollen den bald den experimentellen Status verlassen. Angular Universal für ein Rendering am Server soll sich außerdem in mehr Sprachen nutzen lassen.

Auch auf organisatorischer Seite wird es Änderungen geben. So wird man fortan dem Prinzip der semantischen Versionierung (MAJOR.MINOR.PATCH) folgen.

Siehe dazu Tipps und Tricks für Angular auf heise Developer:

(ane)