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JavaScript-Framework: Dojo ist in Version 5 erschienen

JavaScript-Framework: Dojo ist in Version 5 erschienen

Das mittlerweile in TypeScript geschriebene JavaScript-Framework hat in Version 5 etliche Neuerungen bekommen, die zu einer besseren Performance führen sollen.

Schon vor einiger Zeit ist Dojo, das früher mal zu den wichtigsten JavaScript-Frameworks gehörte, in Version 5 erschienen. Das neue Release basiert auf Dojo 2 [1], einer kompletten Überarbeitung des Frameworks, die auf dem JavaScript-Aufsatz TypeScript basiert.

Eines der Hauptziele der Dojo-Entwicklung ist es, die Performance zu verbessern, indem die Entwickler möglichst kleine JavaScript-Bundles bereitstellen. Bei Version 5 gibt es nun eine Überarbeitung, die für eine bessere Benutzerfreundlichkeit beim Zusammenfügen und Laden von Polyfills in Dojo-Anwendungen sorgen soll. Der Dojo-Build erzeugt hier separate Plattform-Bundles, die nur unter zwei Bedingungen geladen werden: Das Shim-Modul wird irgendwo in einer Anwendung importiert und ein Browser unterstützt nicht nativ die Browserfunktion.

Dann wurde Shim um etliche Polyfills ergänzt. So bietet die Fetch API eine Schnittstelle zum Abrufen von Ressourcen (auch über das Netzwerk). Die Intersection Observer API bietet die Möglichkeit, Änderungen im Schnittpunkt eines Zielelements mit einem Ancestor-Element oder mit dem Viewport eines Top-Level-Dokuments asynchron zu beobachten. Die Web Animations API ermöglicht die Synchronisation und zeitliche Änderung der Präsentation einer Webseite, also die Animation von DOM-Elementen. Das ResizeObserver-Interface meldet Änderungen am Rectangle eines Elements oder an der Bounding Box eines SVG-Elements.

Im Bereich Build Time Rendering (BTR) gibt es ebenfalls etliche Änderungen. Zu den neuen Funktionen gehören sogenannte Dojo Blocks, die Unterstützung der StateHistory API, mehrseitige HTML-Generierung, Screenshots von Seiten, die während des Build Time Rendering besucht wurden, und überarbeitete Fehlermeldungen.

Die neuen Assertion Templates zielen darauf ab, das Testen von Dojo-Widgets zu erleichtern. Da Dojo ein virtuelles DOM verwendet, kann das Testen, also ein Widget-Rendering, einen Prüfung gegen eine Dojo-spezifische Datenstruktur bedeuten. Mit Assertion Templates müssen Dojo-Entwickler die Details der virtuellen DOM-Implementierung nicht verstehen. Stattdessen können sie Aussagen schreiben, die ein tatsächliches mit einem erwarteten Template vergleichen.

Dojo unterstützt jetzt die TypeScript-Versionen von 2.6.x bis 3.2.x, für weitere Informationen hierzu empfehlen die Entwickler, einen Blick in die TypeScript- und Dojo-Kompatibilitätsmatrix [2] zu werfen. Für das Upgrade auf das neue Release sollte man zudem den Migration Guide [3] lesen. Das Aktualisieren von 4.0.x auf 5.0.0.0 sollte für die meisten Benutzer einzig den Befehl dojo upgrade app erfordern. Ansonsten finden sich weitere Details zu Dojo 5 von Dojo in der Ankündigung [4] und den Release Notes [5]. (ane [6])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4314234

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/meldung/JavaScript-So-sieht-Version-2-0-von-Dojo-aus-4040144.html
[2] https://github.com/dojo/framework#typescript-and-dojo-compatibility-matrix
[3] https://github.com/dojo/framework/blob/master/docs/V5-Migration-Guide.md
[4] https://dojo.io/blog/2019/01/29/2019-01-29-Version-5-Dojo/
[5] https://github.com/dojo/framework/releases/tag/v5.0.0
[6] mailto:ane@heise.de