JavaScript wird De-facto-Sprache für Gnome-Apps

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Auf dem Gnome Developer Experience Hackfest, das im Vorfeld der FOSDEM 2013 in Brüssel stattfand, haben sich die Gnome-Entwickler der Diskussion einer "kanonischen Programmiersprache" zum Entwickeln von Apps für den Desktop angenommen. Die Entwickler-Community hat sich hierfür anscheinend auf JavaScript festgelegt, während sie weiterhin C als Programmiersprache für das Schreiben von Systembibliotheken empfehlen. Laut Travis Reitter, Entwickler der Open-Source-Firma Collabora, sei das Gnome-Team in der Vergangenheit oft gefragt worden, welche Werkzeuge für die Anwendungsentwicklung des Desktops genutzt werden solle.

Das Hackfest war offenbar gut besucht, es waren viele Vertreter unterschiedlicher Open-Source-Unternehmen vor Ort. Unter ihnen schien es breite Zustimmung dafür gegeben zu haben, sich auf eine Sprache für die Anwendungsentwicklung festzulegen, schreibt Reitter. Er hebt außerdem hervor, dass eine von allen akzeptierte Sprache Entwicklern das Aufbereiten der Dokumentation oder Neueinsteigern den Einstieg vereinfache.

Nach dem Abwägen der Argumente für oder gegen diverse Programmiersprachen haben sich die Entwickler offenbar auf JavaScript geeinigt, da dieses in Gnome 3 gut unterstützt werde, denn die Shell-Schnittstelle des Desktops verwendet die Skriptsprache für ihr User Interface bereits. Den Ausschlag zugunsten JavaScript habe auch gegeben, dass die Sprache in ähnlichen Szenarien bei etwa Windows 8 und Firefox OS genutzt werde.

Dessen ungeachtet legen die Gnome-Entwickler Wert darauf, dass auch andere Programmiersprachen weiterhin unterstützt werden. Jeder solle verstehen können, dass die Entscheidung für eine präferierte Sprache einer besseren Qualität geschuldet sei. Sie sei nicht eine Entscheidung, die Unterstützung einer anderen Sprache zu verwerfen. (ane)