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Joomla! 1.7 geht neue Wege

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Die Joomla!-Entwickler drücken aufs Tempo und haben nur rund ein halbes Jahr nach dem Erscheinen des letzten größeren Releases die Version 1.7 des Content Management System (CMS) veröffentlicht. Sie kommen damit dem Bestreben nach, beginnend mit Joomla! 1.6 halbjährlich größere Releases veröffentlichen zu wollen. Zuvor dauerte es knapp drei Jahre, bis die Version 1.6 des CMS erschien.

Um die Sicherheit der Software zu verbessern, wird mit dem neuen Joomla! ein Update-Mechanismus eingeführt, mit dem Anwender mit einem Klick eine Seite auf die letzte stabile Version aktualisieren können. Eine Update-Funktion findet sich zudem für Joomla! selbst und Erweiterungen. Von diesen Überarbeitungen erhoffen sich die Entwickler des CMS, dass die Nutzer immer den aktuellen Stand einsetzen und dadurch nicht mehr länger von Sicherheitsverletzungen früherer Versionen betroffen sind.

Weitere Neuerungen von Joomla!, das auf Suaheli "alle zusammen" heißt, sind der automatische Abgleich von Formulardaten und die Möglichkeit, ein Suchmenü mit vordefinierten Suchoptionen zu schaffen. Des Weiteren haben die Entwickler den Beispiel-Code für die unterschiedlichen Plug-in-Typen überarbeitet, den Webentwickler für ihre eigenen Erweiterungen nutzen können. Die Joomla!-Plattform, genauer die PHP-Bibliotheken-Ordner, sind nun vom CMS separiert. Dadurch sollen Entwickler die Plattform außerhalb von Joomla! weiterentwickeln und sie für andere Joomla!-unabhängige Entwicklungen nutzen können.

Joomla! 1.7 beseitigt schließlich eine als mittelschwer eingeschätzte XSS-Lücke (Cross-Site Scripting) aus Version 1.6.5 und vorhergehenden Releases. Joomla! 1.6.5 wird noch bis 19. August unterstützt. Das neue Release unterstützen die Entwickler sieben Monate, sogenannten Long-Term-Support über 15 Monate soll es für Joomla 1.8 geben, das offenbar im Januar 2012 erscheint. Auf jeden Fall empfehlen die Entwickler des CMS, so bald wie möglich auf die neue Version zu aktualisieren. Dafür haben sie Anleitungen bereitgestellt. Hinter der Entwicklung des CMS steht maßgeblich die Organisation Open Source Matters, Inc. (ane)