KI: Gluon soll das Erstellen von Modellen für künstliche neuronale Netze vereinfachen

Amazon Web Services und Microsoft haben gemeinsam ein Interface vorgestellt, das eine zugängliche API zum Erstellen von Machine-Learning-Frameworks bieten soll. Trotz dynamischer Modelle soll der Ansatz nicht zulasten der Performance gehen.

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KI: Gluon soll das Erstellen von Modellen für künstliche neuronale Netze vereinfachen

Auch wenn Microsoft und Amazon Web Services (AWS) hinsichtlich ihrer Angebote im Bereich Machine Learning vor allem in der Cloud weitgehend Konkurrenten sind, haben sich die beiden Unternehmen zusammengetan, um mit Gluon ein Interface zu erstellen, dass das Erstellen von Modellen für künstliche neuronale Netze vereinfachen und standardisieren soll.

Die Gluon API bietet Blöcke (gluon.Block), die als Basis aller Modelle beziehungsweise Ebenen für die Netze dienen. Sie enthält vordefinierte Layer-, Optimizer und Initializer-Blöcke. Als besondere Stärke von Gluon heben die Macher heraus, dass die Modelle der künstlichen neuronalen Netze nicht statisch sein müssen, sondern dynamisch sind, sodass Entwickler ihre Struktur über Programmcode anpassen können. Da Gluon nicht zwischen Modellen auf der einen Seite und Trainingsalgorithmen auf der anderen trennt, sollen der Entwicklungsprozess und das Training flexibler werden.

Das soll jedoch nicht zulasten der Performance beim Training gehen. Gluon ist wohl besonders darauf ausgelegt, die formalen Definitionen der Modelle mit den kurzgefassten Algorithmen effizient zusammenzubringen, ohne dass Entwickler dafür spezielle Anpassungen oder Compiler-Optimierungen vornehmen müssen.

(Bild: Apache Foundation)

Zum Start wird Gluon Bestandteil von Apache MXNet. Das Deep-Learning-Framework befindet sich seit Anfang 2017 in der Incubator-Phase bei der Apache Foundation, und AWS hat es im Herbst 2016 ins Portfolio aufgenommen. Demnächst soll zudem eine Version von Microsofts Cognitive Toolkit erscheinen, das die API enthält.

Weitere Details lassen sich dem Amazon-Web-Services-Blog entnehmen. Die Spezifikation findet sich auf GitHub. Gluon ist ein Open-Source-Projekt. (rme)