KI-Startup bekommt fast 100 Millionen US-Dollar Risikokapital

Petuum erhält in der zweiten Finanzierungsrunde 93 Millionen US-Dollar von Softbank und Advantech Capital. Mit dem Geld will das Unternehmen, das ein Betriebssystem und ein Framework für Machine Learning anbietet, vor allem das Personal ausbauen.

 –  3 Kommentare
KI-Startup Petuum erhält knapp 100 Millionen US-Dollar von Investoren

Das in Deutschland weitgehend unbekannte Startup Petuum hat in der zweiten Finanzierungsrunde den stolzen Betrag von 93 Millionen US-Dollar erhalten. Die Investoren sind Softbank und Advantech Capital. Zusammen mit der ersten Runde vom Herbst 2016 kommt der erst im Juli 2016 gegründete Anbieter einer KI-Plattform (Künstliche Intelligenz) auf 108 Millionen US-Dollar Risikokapital. Mit dem Geld will Petuum vor allem sowohl technische Mitarbeiter einstellen als auch das Business-Team ausbauen.

Zu den Gründern des Unternehmens gehört mit Dr. Eric Xing ein ehemaliger Professor des Machine-Learning-Bereichs der School of Computer Science an der Carnegie Mellon University. Petuums Ansatz ist eine generische Plattform für KI-Anwendungen, die eine Abstraktionsschicht zur Hardware bietet. Dazu dient das Betriebssystem PetuumOS, das laut der Beschreibung sowohl die Vorteile auf KI-Anwendungen optimierter Hardware nutzen kann als auch auf generischer Hardware läuft.

Poseidon heißt das darüberliegende Framework, mit dem Entwickler laut der Beschreibung ML- und DL-Modelle (Machine Learning und Deep Learning) in beliebigen Programmiersprachen erstellen können. Außerdem lassen sich mit der Plattform Modelle beziehungsweise Programme für Frameworks wie TensorFlow, Caffe und besonders das maßgeblich an der Carnegie Mellon University entwickelte DyNet verwalten.

Offensicht zielt Petuum besonders auf den Gesundheitssektor. Daher bietet es mit PetuumMed ein Syteme an, das speziell auf Health-Care-Anwendungen zugeschnitten ist. Es extrahiert einerseits Symptome, Krankheiten, Medikamente und Fachbegriffe aus medizinischen Aufzeichnungen. Anderseits soll es in der Lage sein, Diagnosen aus Aufnahmen wie Röntgenbildern zu erstellen, was vor allem dabei helfen soll, eine sofort verfügbare zweite Meinung zu der Interpretation der Mediziner zu erhalten. (rme)