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KernelCI wandert unter das Dach der Linux Foundation

Das System für automatisierte Tests in der Kernel-Entwicklung bekommt als Mitglied der Stiftung unter anderem Unterstützung von Red Hat, Google und Microsoft.

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Die Linux Foundation hat mit KernelCI ein neues Projekt unter ihre Fittiche genommen. Die Plattform ist auf automatisierte Tests beim Build-Prozess des Upstream-Linux-Kernels ausgelegt. Die Tests sollen die Kompatibilität zu einer breiten Palette an Hardwareplattformen sicherstellen.

Die Unterstützer des Projekts bei der Linux Foundation sind BayLibre, Civil Infrastructure Platform, Collabora, Foundries.io, Google, Microsoft und Red Hat. Die neue Heimat soll die langfristige Weiterentwicklung dank passender technischer und finanzieller Unterstützung sicherstellen.

Kurzfristig planen die Entwickler verbessertes LTS-Kernel-Testing (Long-Term Support) und eine Konsolidierung von Testinitiativen. Außerdem erwarten sie einen besseren Service und möchten den Pool der verfügbaren Hardware für die Tests erweitern.

Langfristig sind eine modernere Architektur und Softwaretests jenseits des eigentlichen Kernels geplant. Außerdem möchten die Entwickler Standards für das Testing definieren und mit anderen Projektbetreibern zusammenarbeiten.

Der zweite Namensteil von KernelCI steht für Continuous Integration. Die Plattform kernelci.org ist ein Build- und Boot-Automatisierungswerkzeug für die auf kernel.org verfügbaren Upstream-Linux-Kernels. Die Website von KernelCI gibt einen Überblick über die einzelnen Ergebnisse für die Kernel-Varianten und zugehörigen Build-Prozesse. Der Sourcecode der Plattform ist auf GitHub zu finden. Er steht wie die zugehörige API unter der AGPL-v3.0-Lizenz.

Weitere Details zur Aufnahme des Projekts unter dem Dach der Linux Foundation lassen sich der offiziellen Ankündigung entnehmen. (rme)