Knative 0.4 schraubt an Konfiguration, Secret-Management und Performance

Das erste Release des neuen sechswöchigen Releasezyklus des Tools Knative bringt Neuerungen für einige Bereiche.

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Das Werkzeug Knative ist in Version 0.4 erschienen. Das noch recht junge Projekt wurde erstmalig im Jul 2018 im Rahmen der Google Cloud Next vorgestellt. Knative erweitert die Containerorchestrierung Kubernetes um eine Reihe von Middleware-Komponenten und soll Nutzern Implementierungen von häufigen Mustern und Best Practices bieten, die im produktiven Einsatz von Kubernetes-Frameworks und -Applikationen eingesetzt werden. In der neuen Version haben die Macher sich auf zwei Bereiche konzentriert: die Konfiguration und das Secret-Management.

Seit der Version 0.3 setzt Knative, wie mittlerweile viele Projekte, auf einen äußerst kürzen Releasezyklus von sechs Wochen. Deshalb war es den Projektinhabern wichtig, dass Nutzer Knative nicht mit jeder Neuerscheinung konfigurieren müssen. Knative speichert jetzt zuvor eingestellte ConfigMap-Werte auch nach dem Update. Darüber hinaus können Nutzer Secrects und ConfigMaps jetzt als Volumes mounten, was für mehr Flexibilität sorgen soll.

Auch in puncto Protokolle bietet Knative Neuerungen: Statt wie bisher nur auf HTTP setzt Version 0.4 auch auf HTTP2 und gRPC. Mit Letzterem gibt es aber anscheinend noch Probleme, die Knative-Entwickler freuen sich daher über weiteres Feedback zur Umsetzung.

Darüber hinaus soll Knative 0.4 das automatische Skalieren von Null an beschleunigen. Dazu skaliert Knative den Autoscaler automatisch hoch, wenn er Statistiken vom Activator bekommen. Das soll die Latenz reduzieren. Außerdem bremst der Servicng Activator jetzt den Traffic, den er bislang an Pods sendete, die auf Null skaliert sind.

Wie in der vorherigen Version angekündigt, entfernt Knative 0.4 den benutzerdefinierten Istio IngressGateway, um den Support auf mehrere Versionen von Istio auszuweiten und die Anzahl der nötigen Load Balancer zu reduzieren. Wer von Knative 0.3 kommt, muss dafür zunächst das DNS neu konfigurieren, sodass es auf die IP-Adresse zielt, die der istio-ingressgateaway offenlegte.

Eine vollständige Liste der Neuerungen bieten die Release Notes auf GitHub. Ursprünglich von Google, Pivotal, IBM, Red Hat und SAP entwickelt, haben nicht nur diese Unternehmen bereits zahlreiche ihrer Produkte mit Knative verknüpft. Auch die Softwareplattform GitLab setzt auf das Tool, um ihren Nutzern Funktionen im Bereich Serverless Computing zu bieten.

Mehr dazu auf heise Developer:

(bbo)