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Komfortableres Multi-Cloud-Management mit der Docker Enterprise Edition

Docker EE erlaubt flexiblere App-Verwaltung auf unterschiedlichen Cloud-Plattformen. Templates für Docker Desktop erleichtern den Einstieg in den Containerbau.

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Docker Enterprise Edition: Multi-Cloud-Management für bessere Compliance

Im Rahmen der ersten DockerCon nach dem Ausstieg von Docker-Gründer Solomon Hykes kündigt CEO Steve Singh den Ausbau der Docker Enterprise Edition in Richtung Multi-Cloud-Management an. Die Containerplattform unternimmt damit einen weiteren Schritt, ihre Angebote stärker auf die Bedürfnisse von Firmenkunden auszurichten. Hinter der neuen Funktion Federated Application Management verbirgt sich eine zentrale Verwaltungskonsole, mit der sich containerisierte Anwendungen plattformübergreifend – auch in unterschiedlichen Cloud-Umgebungen – deployen und nutzen lassen. Docker EE unterstützt dieses Applikationsmanagement insbesondere auch dann, wenn die Anwendungen sich hinsichtlich Governance Policies, Zugangskontrolle, Content Repositories und Betriebsmodell voneinander unterscheiden.

Dank der neuen Funktion können Ops-Teams darauf verzichten, für jede Cloud-Plattform individuelle Policies und Betriebsbedingungen definieren zu müssen. Den Fachabteilungen stehen daher bei der Plattformwahl mehr Optionen offen, wenn beispielsweise der Zugriff auf Googles Machine-Learning-Engine ein Hosting auf Google Kubernetes Engine (GKE) nahelegt oder für den Einsatz der Azure-IoT-Services sich Azure Kubernetes Services (AKS) als bevorzugte Plattform empfiehlt.

Sobald die Cluster – in der Cloud wie auch On Premise – in Docker EE integriert sind, steht Anwendern ein kompletter Überblick aller Applikationen zentral zur Verfügung. Über die Konsole lassen sich Deployment, Migration und Replikation der Anwendungen steuern. So können Entwickler beispielsweise eine in der Cloud angelegte Testumgebung für den späteren Produktivbetrieb in ein lokales Rechenzentrum übertragen. Docker EE rollt dabei zunächst einen Klon der Anwendung auf dem Ziel-Cluster aus, fährt anschließend die Quell-Applikation herunter und richtet das DNS-Re-Routing ein.

Docker EE: Plattformübergreifendes Applikationsmanagement

(Bild: Docker)

Die bisher zur Verfügung stehenden Security Policies für das Deployment lassen sich dank einer in Docker EE integrierten Private Registry auch auf Software- und Continuous-Integration-Pipelines in Multi-Cloud-Umgebungen übertragen. Unternehmen können ihre sichere Software-Supply-Chain dadurch bis in Cloud-Plattformen wie GKE, AKS oder Amazon EKS ausdehnen.

Um auch die Container-Orchestrierung auf noch mehr Plattformen zu automatisieren, haben die Docker-Entwickler in Zusammenarbeit mit Microsoft die Integration von Kubernetes erweitert. Ließen sich bisher Windows- oder .NET-Anwendungen aus Docker EE heraus nur via Swarm deployen, steht Entwicklern künftig auch Kubernetes zur Verfügung – alternativ unter Verwendung von Kubernetes-YAML- oder Docker-Compose-Files.

Auf der Desktop-Seite wartet Docker mit einem neuen Template-Konzept auf. Entwicklern steht ein neu gestaltetes GUI zur Verfügung, über das sich Schritt für Schritt einfache Container aus gängigen Komponenten wie Webservices und Runtime-Modulen zusammenbauen lassen. Detaillierte Kenntnisse der Dockerfile- oder Compose-Syntax sind dafür zunächst nicht erforderlich. Die so erstellen Container lassen sich aber im Nachgang weiterbearbeiten und individueller konfigurieren.

Alle vorgestellten Neuerungen von Docker EE sind derzeit noch Technical Previews, sollen aber in künftigen Docker-Releases in der zweiten Jahreshälfte veröffentlicht werden. Weitergehende Informationen zu den neuen Funktionen finden sich in den jeweiligen Release Notes zu Federated Application Management, Kubernetes für Windows Server sowie den Designvorlagen und Templates. (map)