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Konflikt mit Oracle: Aus Hudson wird Jenkins

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Die Community des Continuous-Integration-Systems (CI) Hudson hat sich einer Abstimmung für die Umbenennung in Jenkins ausgesprochen. Die über die Entwickler-Mailing-Liste des Java-Projekts durchgeführte Wahl war zustande gekommen, nachdem Gespräche zwischen Protagonisten der Hudson-Entwicklung und Oracle zu keinem Ergebnis über die zukünftige Steuerung und die Verwaltung des CI-Systems geführt hatten. Der Konzern hatte durch die Übernahme Suns die Namensrechte für sich beansprucht.

In der Abstimmung haben sich nun 214 Wähler für den Namenswechsel ausgesprochen, 14 waren für ein Beibehalten des Status quo unter dem Oracle-Dach. Die Wahl auf Jenkins war gefallen, da der Name im englischen Sprachraum wie Hudson für einen klassischen Namen eines Butlers stehe. Schon kürzlich hatte die Community des CI-Systems dafür Domains,Twitter-Namen und Ähnliches für Jenkins registriert.

Ein Gremium soll nun für eine Interimsphase von drei bis sechs Monaten die Geschicke des neuen Projekts führen, bis die neuen Strukturen so etabliert sind, dass man Wahlen für eine neue Leitung des Projekts abhalten kann. Für das Gremium hatte man auch Winston Prakash von Oracle eingeladen. Da dieser die Position nicht annehmen wollte, besetzt den Posten nun Dean Wu von Yahoo. Weitere Mitglieder sind Hudson-Erfinder Kohsuke Kawaguchi und Andrew Bayer, der Haupt-Contributor des Projekts ist.

Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war im letzten Jahr die Unzufriedenheit der Hudson-Community mit den Infrastrukturvoraussetzungen auf der von Oracle betriebenen Projekt-Hosting-Websites java.net und Kenai. Daraus resultierende Diskussionen mit dem Konzern mündeten darin, dass die Hudson-Community im November zuerst das Tracking-System und dann die Mailingliste auslagerte. Schließlich hatte sie gar einen von Oracle unabhängigen Fork in Erwägung gezogen. In der Folge hatten die Hudson-Vertreter Oracle nicht davon überzeugen können, dass der Name Hudson an "neutraler" Stelle gut aufgehoben sein könnte. (ane)