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Kostenlose Stakeholder-Lizenz für Visual Studio Online

Nicht alle Beteiligte an einem Softwareprojekt, das die gehostete Variante des Team Foundation Server nutzt, benötigen sämtliche Features. Da es aber wichtig ist, dass sie in das Projekt transparent involviert sind, gibt es nun eine neue Lizenzoption.

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Knapp ein Jahr nach der Einführung von Visual Studio Online verfügt die Cloud-Variante von Microsofts ALM-Plattform (Application Lifecycle Management) Team Foundation Server offenbar bereits über beachtliche 1,5 Millionen Anwender. Damit noch weitere hinzugekommen, bietet Microsoft den gehosteten Service nun zusätzlich mit einer neuen kostenlosen Lizenz an. Mit ihr soll es für Entwickler einfacher sein, ausgewählte Projektbeteiligte ins Boot zu holen, die zwar nicht den kompletten Zugriff auf den Code benötigen, aber über den Entwicklungsstand auf dem neuesten Stand gehalten werden sollen.

Microsoft kommt damit Wünschen seiner Entwickler-Community nach, deren Softwareprojekte sich zunehmend aus Vertretern zusammensetzen, die ganz unterschiedlich zum Projekt beitragen. Das neue Angebot richtet sich daher vor allem an Projektbeteiligte (sogenannte Stakeholder) in unbegrenzter Anzahl, die nicht zum Kernentwicklungsteam gehören.

Mit der neuen Stakeholder License kann man etliche Funktionen des regulären Services nutzen. So erhält man zum Beispiel Lese- und Schreibrechte, kann Work Items erstellen und bekommt einen Einblick in die Projektseiten. Zusätzlich erhält man Meldungen über die Änderungen und kann das Backlog durchforsten. Lizenznehmer haben aber weder Admin-Rechte, etwa zur Neupriorisierung der Work Items, noch haben sie Zugang zu sogenannten Teamräumen oder Möglichkeiten, Code zu schreiben, Builds zu erstellen und Tests durchzuführen.

Visual Studio Online ist aus dem Team Foundation Service hervorgegangen, den der Softwarekonzern erstmals 2011 vorgestellt hatte. Die Namensänderung erfolgte im vergangenen Jahr, da Microsoft eine nähere Konnotation zu seiner Entwicklungsumgebung herstellen wollte. Initial hatte Visual Studio Online kostenlosen Beta-Status, seit April dieses Jahres hat der Dienst den Charakter eines vollwertigen, aber kostenpflichtigen Cloud-Dienstes von Microsoft. Schon jetzt ist Visual Studio Online für Projekte mit bis zu fünf Teilnehmern kostenlos. Bei mehr als fünf Projektbeteiligten beginnt der Preis für den Dienst bei monatlich 20 US-Dollar für jedem in das Projekt involvierten Mitglied.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)