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Programmiersprachen: Kotlin 1.3.40 liefert Erweiterungen für Kotlin/JS und überarbeitet Typinferenz

Ein experimenteller Support für NPM, Yarn und Webpack sowie ein neuer Algorithmus für die Typinferenz sind die Kernbestandteile der neuen Kotlin-Version.

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Der tschechische Toolhersteller JetBrains hat Version 1.3.40 der Programmiersprache Kotlin veröffentlicht. Größte Neuerung dürfte eine aktualisierte Version des Kotlin/JS-Plug-ins für Gradle sein, die experimentellen Support für NPM, Yarn und Webpack erhält. Darüber hinaus gibt es Verbesserungen am Test Runner für Multiplattformprojekte und einen neuen Algorithmus für Typinferenz, der in künftigen Kotlin-Versionen die bisher gängige Variante ersetzen soll.

Das Kotlin/JS-Plug-in hat einen neuen Namen erhalten: org.jetbrains.kotlin.js. Es ist im Plug-in-Portal von Gradle erhältlich. Wer es nutzen möchte, kann es einfach mit der plugins {}-Syntax in build.gradle aktivieren. Darüber hinaus bietet das Kotlin/JS- sowie das Multiplatform-Plug-in jetzt Helper Tasks für den experimentellen Support von NPM, Yarn und Webpack. Sie generieren ein temporäres package.json, das Yarn herunterlädt und dazu benutzt, NPM-Abhängigkeiten automatisch zu verwalten. Webpack soll hinter den Kulissen die Dependencies verbinden und browserfreundliche Skripte aus dem Code erstellen.

Die Test Runner für Kotlin/Native und Kotlin/JS implementieren nun alle Gradle Test Runner APIs und sollen sich vergleichbar zu denen von Kotlin/JVM verhalten. Demnach sollen die Reports der Tests bezüglich Fehlern in der Konsole ausgegeben werden, inklusive einer Sourcecodenavigation. Gradle generiert wohl auch einen eigenen Report, Filterparameter funktionieren ebenfalls über die Standard-Funktionsweise von Gradle.

Zusätzlich hat JetBrains den Algorithmus für Type Inference vollständig überarbeitet. Er soll nun neue Szenarien ermöglichen und einige Probleme bei gewissen Sonderfällen beheben. In zukünftigen Versionen soll er zum neuen Standard werden. JetBrains hat ihn zurzeit allerdings nur in der IDE aktiviert, um Feedback der Nutzer zu sammeln. Die Rückwärtskompatibilität nehme einen hohen Stellenwert ein.

Eine detaillierte Übersicht über die Neuerungen bietet der Blogbeitrag zum Release. Eine vollständige Liste findet sich im Changelog auf GitHub. (bbo)