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Kubernetes 1.14: Jetzt auch für Windows-Container

Die Container-Orchestrierung Kubernetes kann in der neuen Version neben Linux- nun auch Windows-Container verwalten, dank einer Unterstützung für Windows Nodes.

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(Bild: dpa, Christian Charisius)

Version 1.14 der Container-Orchestrierung Kubernetes ist erschienen. Die größte Neuerung des ersten Releases des Jahres 2019 dürfte der Support für Windows Nodes sein, der laut dem Kubernetes-Team nun bereit für den Einsatz in Produktionsszenarien ist. Damit kann Kubernetes nun neben den klassischen Linux-Containern auch Windows-Container verwalten, sodass Unternehmen die Applikationen beider Systeme nutzen nicht mehr unterschiedliche Container-Orchestrierungen einsetzen müssen. Insgesamt liefert die neue Version 31 Änderungen.

Das Kubernetes-Team hatte das Zusammenspiel mit Windows Nodes über längere Zeit in einer Betaversion getestet. Jetzt soll es in Produktion einsetzbar sein. Kubernetes 1.14 unterstützt Windows Server 2019 für Worker Nodes und Container. Außerdem bietet Kubernetes ein Out-of-Tree Networking mit Azure-CNI, OVN-Kubernetes und Flannel. Dann soll sich der Support für Pods, Service-Typen, Workload-Controller und Metriken weiter verbessert haben, um das Arbeiten mit Windows-Containern vergleichbar zu Linux-Containern zu machen.

Wollten Entwickler bislang eine Mischung aus Windows- und Linux-Containern einsetzen, bot sich beispielsweise Docker Swarm als Container-Orchestrierung an. Die Firma hinter Docker betont in einem Blogbeitrag, dass sie stolz auf die Weiterentwicklung und größere Akzeptanz von Windows-Containern ist und ein späteres Release der Enterprise-Edition den nun verfügbaren Kubernetes-Support für Windows-Container nachziehen wird.

Kubectl, das Command-Line Interface zum Ausführen von Befehlen für Kubernetes-Cluster, hat eine vollständig überarbeitete Dokumentation bekommen. Darüber hinaus können Entwickler jetzt auf die Funktionen des kustomize-Befehls in kubectl mit der -k-Flag und dem kustomize-Unterbefehl zurückgreifen. Kustomize hilft Nutzern, die Resource-Konfiguration zu schreiben und wiederzuverwenden.

Außerdem gilt der Plug-in-Mechanismus für kubectl nun als stabil, sodass Entwickler ihre eigenen Unterkommandos für kubectl als alleinstehende Binaries veröffentlichen können. Für Fans bunter Logos und Maskottchen gibt es ebenfalls eine Neuerung: kubectl hat jetzt ein eigenes Maskottchen, dessen Name "Kubee-Cuddle" ausgesprochen wird. Es handelt sich dabei um einen Tintenfisch (engl. Cuttlefish).

Das neue Maskottchen für kubectl (Abb. 1)

(Bild: Kubernetes)

Des Weiteren hat es das Feature für Persistent Local Volumes aus der Betaphase geschafft. Damit können Nutzer lokal verankerte Speicher als persistente Volume-Source verwenden. Anwendungsfälle seien laut dem Kubernetes-Team hauptsächlich verteilte Dateisysteme und Datenbanken, da die lokalen Storage-Optionen häufig eine bessere Performance und geringere Kosten bieten.

Eine vollständige Liste der Features der neuen Kubernetes-Version findet sich im offiziellen Blogbeitrag zum Release. Wer Kubernetes ausprobieren möchte, findet das Release der Container-Orchestrierung auf GitHub. (bbo)