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LLVM-Entwickler bringen Umzug nach GitHub ins Gespräch

Wenn es nach Renato Golin, Chris Lattner und einigen anderen geht, könnte die Verwaltung des Compiler-Infrastrukturprojekts demnächst über GitHub laufen. Dafür spreche etwa die niedrigere Einstiegshürde für Neulinge.

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Nachdem es schon in LLVMs IRC-Channel Diskussionen über die Vor- und Nachteile von SVN gab, hat Entwickler Renato Golin das Thema Projektumzug nun auf die Mailingliste des Projekts verlagert. Zwar gibt es bisher schon Git-Mirrors für LLVM und Unterprojekte wie Clang, mittlerweile würden allerdings die Vorzüge eines Umzugs auf ein komplett auf Git ausgerichtetes System überwiegen. Der Ansatz, dafür GitHub zu bemühen, würde außerdem bedeuten, dass das Team die Repositories nicht mehr selbst verwalten müsste. Das wiederum würde sich unter anderem positiv auf die laufenden Kosten auswirken.

Die meisten Stimmen, die dem Wechsel kritisch gegenüber stehen, zweifeln an GitHubs Kompatibilitätsschicht, die es beispielsweise ermöglicht, weiter SVN zu nutzen. Ihnen stellt unter anderem Florent Castelli seine Praxiserfahrungen entgegen. Alles würde hinreichend gut funktionieren, auf lange Sicht sei allerdings ein kompletter Wechsel auf Git anzuraten.

Auch LLVM-Mitschöpfer Chris Lattner ist trotz seiner Abneigung gegen Git für den Umstieg auf die Kombination aus GitHub und git submodules. Für ihn seien die Community-Aspekte von GitHub zentral und ein Wechsel könne dafür sorgen, mehr neue Entwickler für die Mitarbeit an zu LLVM begeistern. Sie könnten durch das Pull-Request-Modell einfacher Verbesserungen einbringen. Allerdings weist er in seinem Beitrag auch darauf hin, dass Änderungen schrittweise zu vollziehen sein. Es wäre also nicht anzuraten, mit einem Mal Hosting, Bug Tracker und andere Aspekte umzustellen, lieber solle man sich erst auf den Umzug auf GitHub konzentrieren und danach besprechen, ob man sich etwa von Phabricator verabschieden wolle. (jul)