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LLVM veröffentlicht eigenen ELF-Linker

Der Fokus beim ELF-Linker des LLVM-Projekts liegt vor allem auf der Geschwindigkeit. Das Team möchte den Neuanfang zum Aufräumen nutzen und nicht alle Features auf dieselbe Art implementieren wie GNU ld und gold.

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LLVM veröffentlicht eigenen ELF-Linker

Die Compiler-Architektur LLVM kommt unter anderem in Linux und FreeBSD zum Einsatz. Auf beiden Systemen ist das Standardformat für ausführbare Dateien das Executable and Linkable Format, kurz ELF. Die Linker der Wahl dafür sind die GNU-Tools ld und gold. LLVM hat jetzt einen eigenen ELF-Linker entwickelt, der vor allem auf eine hohe Geschwindigkeit bei der Verarbeitung ausgelegt ist.

Die Quellen von lld sind mit derzeit 7000 C++-Codezeilen relativ überschaubar. Der Linker besitzt nicht alle Features der GNU-Werkzeuge und wird wohl auch nicht alle bekommen. Den Linker von Grund auf neu zu entwickeln, sieht das Team als Chance, ihn zu vereinfachen: Einige Features wollen sie effizienter umsetzen und andere, die für moderne UNIX-Systeme irrelevant sind, außen vor lassen.

Derzeit kann der Linker sich selbst, LLVM und Clang auf x86-64 Linux und FreeBSD verarbeiten. Dabei benötigt er laut dem Blog-Beitrag des LLVM-Projekts etwa die Hälfte der Zeit wie GNU gold bei vergleichbaren Dateigrößen. Der Beitrag räumt jedoch ein, dass es noch zu früh für einen echten Vergleich ist, da lld noch einen eingeschränkten Funktionsumfang besitzt.

Derzeit arbeitet das Team an zusätzlichen Features wie der erweiterten Unterstützung von Skripten und der Verarbeitung auf Systemen jenseits der x86-64-Architektur. Wer lld ausprobieren möchte, findet die Anleitung zum Erstellen des Linkers auf dem LLVM-Server. (rme)