Lightbend CloudState: Serverless ist mehr als Function as a Service

Das Open-Source-Projekt soll Entwicklern beim Serverless Computing neue Möglichkeiten jenseits von FaaS eröffnen – beispielsweise beim State Management.

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Lightbend CloudState: Serverless ist mehr als Function as a Service

(Bild: Lightbend)

Von
  • Matthias Parbel

Das Versprechen hinter Serverless Computing ist es, Infrastrukturressourcen wie Rechner und Netzwerke skalierbar bereitzustellen, ohne dass sich Anwender mit deren Konfiguration auseinandersetzen müssen. Für Entwickler beschränkt sich Serverless bisher in erster Linie auf die Nutzung von Function as a Service, wie Lightbend-CTO Jonas Bonér anlässlich der Ankündigung von CloudState im Rahmen der "KubeCon | CloudNativeCon 2019" betonte. Das Open-Source-Projekt soll den Weg zu Serverless 2.0 ebnen und eine universell verwendbare Entwicklungsplattform innerhalb des Kubernetes-Ökosystems bereitstellen.

CloudState umfasst dafür eine Spezifikation, ein Protokoll und eine Referenzimplementierung zur Bereitstellung von verteilten Zustandsverwaltungsmustern, die für Serverless Computing geeignet sind. Denn während bestehende Serverless-Ansätze primär die Automatisierung der Infrastruktur für zustandslose Funktionen abdecken, will Lightbend das für datenzentrierte Echtzeitanwendungen unverzichtbare State Management in verteilten Umgebungen regeln.

Neben den Arbeiten an der Spezifikation und einem Protokoll für die Kommunikation zwischen den Anwenderfunktionen und dem Backend bemüht sich das Team hinter dem CloudState-Projekt auch um die Bereitstellung eines Technology Compatibility Kit (TCK). Für die Referenzimplementierung baut Lightbend auf bewährte Serverless-Werkzeuge wie Knative, gRPC, Akka Cluster sowie die GraalVM auf Kubernetes. Auf dieser Basis soll CloudState sicherstellen, dass sich nicht nur Applikationen effizient skalieren lassen, sondern auch die verteilten Zustände zuverlässig und skalierbar zu verwalten sind, ohne die Datenkonsistenz auf globaler sowie lokaler Ebene zu beeinträchtigen.

Für das State Management soll CloudState unter anderen Muster für Event Sourcing, Conflict-Free Replicated Data Types (CRDTs) und P2P-Messaging unterstützen. Im Hinblick auf Programmiersprachen für den Bau von Services zeigt sich CloudState weitgehend offen: Entwickler sollen sämtliche Sprachen nutzen können, die gRPC unterstützen. Darüber hinaus soll sich CloudState sowohl alleinstehend wie auch in Kombination mit einem Service Mesh einsetzen lassen. Auch eine Integration in Serverless-Tools wie Knative hält Lightbend-CTO Bonér für denkbar. Weitergehende Informationen finden sich auf der CloudState-Website und dem Open-Source-Projekt auf GitHub. (map)