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Lizenzierung: RAD Studio, Delphi und C++Builder künftig nur noch im Abonnement erhältlich

Nach einer Übergangsfrist von zwei Jahren stellt Embarcadero zum 31. März 2018 den Verkauf von Update-Produkten ein. Die Entwicklertools stehen Kunden dann nur noch im Abonnement zur Verfügung – von etwaigen "Amnesty-Aktionen" abgesehen.

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Mit dem Update-Subscription-Programm hat Embarcadero bereits seit Längerem ein Abonnement-Modell für die Lizenzen seiner Entwicklertools aufgelegt. Zum 31. März 2018 wird der Anbieter von RAD Studio, Delphi und C++Builder nun aber den Verkauf von Upgrades der Produkte komplett einstellen, wie Firmenchef Atanas Popov im Community Blog ankündigt. Die Mehrzahl der Embarcadero-Kunden sei bereits auf ein Abonnement umgestiegen, dennoch habe das Unternehmen in den zurückliegenden zwei Jahren den Verkauf von Upgrade-Produkten fortgeführt, um einen möglichst reibungslosen Übergang zum neuen Lizenzmodell zu gewährleisten.

Embarcadero folgt mit diesem Schritt vielen anderen Anbietern, die ihre Lizenzpolitik bereits entsprechend umgestellt haben – mit dem Ziel, ihre Kunden kontinuierlich mit Fehlerbehebungen sowie den neuesten Produktfeatures versorgen zu können. Nicht in allen Fällen zeigten sich die Kunden jedoch restlos begeistert: Toolanbieter JetBrains beispielsweise sah sich nach Protesten seiner Kunden Ende 2015 genötigt, am damals neu eingeführten Abomodell nachzubessern. Ähnlichen Problemen möchte Embarcadero-Chef Popov offenbar vorbeugen. Noch vor Ablauf des ersten Quartals werde es, wie schon in den vergangenen zwei Jahren, eine weitere sogenannte "Amnesty-Aktion" geben, die Kunden mit älteren Versionen Zugriff auf Upgrades gewährt. Außerdem soll an der Upgrade-Option zwischen den verschiedenen Produkt-Editionen – Enterprise- und Architect-Edition – auch künftig festgehalten werden.

Ebenfalls noch vor Ende März will Embarcadero RAD Studio in Version 10.2.3 vorlegen. Das nächste Release 10.3 folgt laut Popov dann im zweiten Quartal 2018. (map)