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MWC: Ericsson stellt herstellerübergreifenden App Store vor

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Ericsson hat auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona seinen eStore vorgestellt. Es handelt sich dabei um einen Application Store, der anders als beispielsweise Apples App Store herstellerübergreifend alle Mobiltelefone zum Ziel hat. Außerdem können Mobilfunkbetreiber den eStore als Basis für eigene Application Stores verwenden und auf das bestehende Repertoire an Anwendungen zurückgreifen. Der eStore soll zum Start bereits mehr als 30.000 Anwendungen bereit halten, die sich laut Ericsson auf unterschiedlichsten Handys nutzen lassen. Es stehen sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Anwendungen zur Verfügung, die entweder per Prepaid-Guthaben oder über die Telefonrechnung abgerechnet werden können.

Anwendungsentwicklern soll der eStore einen einheitlichen Anlaufpunkt bieten, um Anwendungen an den Endkunden zu bringen. Hierfür steht die eStore-DeveloperWebsite zur Verfügung, auf die man als Anwendungsentwickler seine Applikationen hochladen kann, um sie im eStore anzubieten. Ericsson sieht hierin nicht nur eine Chance für Entwickler, sondern auch für andere Gruppen wie Medienhäuser, Veranstalter und Firmen, mobile Anwendungen auf einfache Weise zu verteilen. Nachdem man als Entwickler seine Applikation in den eStore geladen hat, bekommt man eine Beteiligung von 70 Prozent am Verkaufspreis jeder verkauften Anwendung. Bei der Umsetzung arbeitet Ericsson mit der Firma Opera zusammen, die das Client-Framework für Widgets und Applikationen über unterschiedliche Kanäle und Endgeräte hinweg bereitstellt.

Über das eStore-Developer-Programm bietet Ericsson außerdem eigene APIs an, die in Applikationen
verwendet werden können. Hierzu gehört neben einer mobilen Advertising API auch die Mobile Identification API, die das Identifizieren des Nutzers anhand der Telefonnummer aus der Anwendung heraus ermöglicht. Die Network Lookup API liefert der Applikation Informationen über das aktuell verwendete Netzwerk und über die Web Location API der Anwendung bekommt man die aktuelle geografische Position des Benutzers anhand von Netzinformationen des Netzbetreibers. Schließlich wird noch eine API zum Senden und Empfangen von SMS-Nachrichten zur Verfügung gestellt. (Kay Glahn) / (ane)