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Machine Learning: TensorFlow 1.0 freigegeben

Schneller, flexibler und bereit für den Produktiveinsatz – die erste Hauptversion der quelloffenen Machine-Learning-Bibliothek, die etwa in Google Translate und DeepMind zum Einsatz kommt, ist nun offiziell verfügbar.

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Machine Learning: TensorFlow 1.0 freigegeben

Gut zwei Wochen nach der Freigabe ihres ersten Release Candidates steht nun Version 1.0 der Machine-Learning-Bibliothek TensorFlow zum Download bereit. Die von Google vorangetriebene Library konnte in ihrem ersten Jahr als Open-Source-Projekt bereits viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wie etwa die Anzahl der auf GitHub gehosteten Repositories, die darauf Bezug nehmen, zeigt. Mittlerweile ist TensorFlow zudem in Google-eigenen Angeboten wie dem Translate-Dienst im Einsatz und auch das Künstliche-Intelligenz-Projekt DeepMind greift auf die Bibliothek zurück.

Die aktuelle Version soll sich besonders durch ihre Geschwindigkeit und Flexibilität auszeichnen, für die unter anderem der bisher noch als experimentell gekennzeichnete, domänenspezifische Compiler XLA (Accelerated Linear Algebra) sorgt. Darüber hinaus enthält die Bibliothek nun einen Debugger und experimentelle APIs für die Programmiersprachen Java und Go. Einen Einblick in die Möglichkeiten, die der Einsatz von TensorFlow bietet, geben neue Android-Demos zum Erkennen und Verfolgen von Personen sowie zum künstlerischen Nachbearbeiten von Bildern.

Eine Überarbeitung an der entsprechenden Programmierschnittstelle soll Python-Entwicklern die Arbeit erleichtern, da sie nun mehr an NumPy erinnert. Allerdings besteht bei alten Python-Skripten durch diese Änderungen Aktualisierungsbedarf, wofür die Entwickler ein Kompatibilitätstool zur Verfügung stellen. Dabei ist zu beachten, dass sich nicht alle Funktionen automatisch auf den neusten Stand bringen lassen, es muss also händisch nachgearbeitet werden. Details zu den Neuerungen sind in der Ankündigung nachzulesen. (jul)