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Mangelhafte Testprozesse Hauptgrund für Softwarefehler

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Nicht Designfehler sind der Hauptgrund für größere Fehler in ausgelieferter Software, sondern schlechte Testprozesse oder Testinfrastrukturen. Das ist das Ergebnis einer vor allem unter Softwareentwicklern in Nordamerika durchgeführten Erhebung von Electric Cloud und Osterman Research. 58 Prozent der Befragten sehen die Probleme für mangelhafte Software in schlechten Testprozessen. Etwas weniger als ein Drittel sind der Meinung, dass eine schlechte Architektur für die meisten Fehler in der Softwareentwicklung verantwortlich sei.

46 Prozent beurteilten, dass sie nicht genügend Zeit für das Testen aufwendeten, als sie es eigentlich tun sollten. Das wird auch dadurch untermauert, dass 53 Prozent angaben, ihre Testmöglichkeiten seien durch die ihnen zur Verfügung gestellte Infrastruktur begrenzt. Mehr als ein Drittel von ihnen schätzten, dass ihre Unternehmen nicht genügend Tests zu einem frühen Zeitpunkt durchführen ließen, was zu deutlich höheren Kosten am Ende der Entwicklung führe beziehungsweise zu einem höheren Entwicklungsaufwand.

12 Prozent der Softwarefirmen nutzten laut Umfrage vollständig automatisierte Testsysteme, beinahe 10 Prozent gaben an, alle Tests manuell durchzuführen. 56 Prozent der befragten Entwickler berichteten, dass spät entdeckte Fehler immer zu einer verzögerten Auslieferung der Software geführt hätten. Die Autoren der Studie sehen vor allem Potenzial in einer weiteren Verbreitung automatisierter Testsysteme, denn 88 Prozent der beteiligten Unternehmen führten – wenn auch teilweise – noch manuelle Tests durch, was leidvolle Erfahrungen nach sich ziehen könne.

Die Grundlage für die Ergebnisse ist die Befragung von knapp 150 Softwareentwicklern, Testern und Softwareprojektleitern, die für Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen mit mindestens 1000 Angestellten und 50 Entwicklern arbeiten. (ane)