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Maschinelles Lernen: Microsoft erweitert Beta-Programm für Project Oxford

LUIS heißt der Dienst von Project Oxford, der sich dem Verständnis der natürlichen Sprache widmet. Mit dem Start der öffentlichen Beta können nun alle Entwickler den Cloud-Dienst testen.

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Microsoft erweitert Beta-Programm für Project Oxford

(Bild: Microsoft)

Im Frühjahr brachte Microsoft Project Oxford als Sammlung von Cloud-Diensten online, die maschinelles Lernen verwenden und als REST-APIs sowie SDKs umgesetzt sind. Drei Services können Entwickler bereits seit geraumer Zeit testen: Die Face-API hilft, Gesichter zu erkennen und nach Alter und Geschlecht zu kategorisieren. Computer Vision analysiert und gruppiert Bilder und liest über OCR enthaltenen Text aus. Die Speech-API übersetzt gesprochenen Text in geschriebenen und umgekehrt.

LUIS (Language Understanding Intelligent Service) hilft eigenen Applikationen beim Verständnis natürlicher Sprache, so wie Anwender es von digitalen Assistenten – darunter Microsofts Cortana – gewohnt sind. Entwickler können für ihre Apps die Sprachmodelle nutzen, die Microsoft selbst für Cortana und Bing erstellt hat. Darüber hinaus erstellen sie eigene Modelle, die den Wortschatz für spezielle Anwendungsfälle kategorisieren. Ein Beispielvideo zeigt den Aufbau eines solchen Modells für Fitness-Apps. Die Modelle liegen als JSON-Dokumente vor und können übertragen und ausgetauscht werden.

Eine GUI hilft beim Erstellen von Sprachmodellen.

(Bild: Microsoft)

Bisher stand LUIS nur eingeladenen Entwicklern in einer geschlossenen Testphase zur Verfügung. In dem Blog zum Maschinellen Lernen kündigte Microsoft jetzt die erste öffentliche Beta an. Darüber hinaus unterstützt das System neuerdings Chinesisch als weitere Sprache – auch in Kombination mit englischen Texten. Zu anderen Sprachen wie Deutsch finden sich keine Ankündigungen. Vorigen Monat erweiterte IBM seine Watson-Dienste unter anderem um ein Modul zur Klassifizierung natürlicher Sprache.

(rme)