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MaxScale 2.0 von MariaDB kann Datenströme verwenden

Neben dem Support für Apache Kafka und zur Verarbeitung von Streaming Data bietet der Datenbankproxy Verbesserungen in den Bereichen Hochverfügbarkeit und Security.

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MariaDB MaxScale 2.0 kann Datenströme verwenden

Das vor allem durch die gleichnamige Datenbank bekannte Unternehmen MariaDB hat die zweite Hauptversion von MaxScale veröffentlicht. Der Proxy bietet eine Art Abstraktionsschicht zwischen Applikationen und Datenbankservern. Damit ermöglicht er unter anderem Änderungen auf beiden Seiten ohne Anpassungen des Gegenstücks. Außerdem soll er bei Ausfällen einzelner Knoten nahtlos auf andere umschalten und so Ausfallzeiten verhindern. MaxScale selbst hat nur einen schlanken Kern mit einem generischen Protokoll, den Anwender durch passende Plug-ins für konkrete Protokolle und Anwendungen erweitern.

Verarbeitung von Datenströmen

Die Anfang 2015 vorgestellte Version 1.0 konzentrierte sich auf klassische Datenbankanwendungen. Aktuelle Applikationen beispielsweise im Bereich Internet der Dinge müssen jedoch vermehrt Datenströme verarbeiten. Daher bietet MaxScale 2.0 eine Data-Streaming-Funktionalität inklusive eines binlog-nach-Avro-Konverters zum Replizieren der Binary-Log-Einträge aus der MariaDB- und MySQL-Welt nach Apache Kafka. Die Daten werden beispielsweise an Hadoop geschickt, von wo aus Anwendungen die Echtzeitdaten weiterverarbeiten.

Im Bereich Security bringt MaxScale 2 ebenfalls einige Neuerungen wie Ende-zu-Ende-SSL-Verschlüsselung, rein lokale Zugriffe für die Administration und Obergrenzen der Verbindungsrate, um Denial-of-Service-Attacken zu verhindern.. Den Bereich Hochverfügbarkeit stärkt die Möglichkeit, Transaktionen beim Ausfall des primären Servers nahtlos fortzusetzen.

Weitere Details stehen in der Produktankündigung. Mit dem Versionswechsel hat sich auch die Lizenz geändert. MaxScale 1.0 stand unter der GPLv2, aber Version 2.0 verwendet die Business Source License, die eine kostenfreie Verwendung nur bis zwei Datenbankserver erlaubt. Der Sourcecode ist auf GitHub verfügbar. Auf der MariaDB-Site liegen Binaries für SLES, Ubuntu, Debian und RHEL beziehungsweise CentOS. (rme)