Micro Focus will Attachmate Group übernehmen

Können sich die beiden Unternehmen einigen, wird Attachmate samt den Sparten NetIQ, Novell und SUSE wohl im November in des Besitz des englischen Mainframe-Experten übergehen.

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Das an der Londoner Börse notierte Softwareunternehmen Micro Focus wird wohl das US-amerikanische Softwarehaus Attachmate für rund 1,2 Milliarden US-Dollar übernehmen. Die Fusion der beiden Unternehmen soll im November dieses Jahres über die Bühne gegangen sein. Laut Einschätzungen von Wirtschaftsspezialisten wird der neue Eigner damit offenbar seine Geschäftsgröße verdreifachen.

Micro Focus ist ein Hersteller von Cobol-Software, Produkten zur Modernisierung von Mainframe-Anwendungen und durch die 2009 zugekaufte Tochter Borland im Besitz von Test- und Qualitäts-Management-Software. Attachmate mit Stammsitz in Seattle ist wiederum auf Terminalemulation, System-Management, IT-Sicherheit und die Integration von Großrechnern und Legacy-Software in zeitgemäße Rechnernetze spezialisiert. 2011 hatte das Unternehmen außerdem Novell und damit auch die SUSE Linux GmbH übernommen. Eigentümer des Unternehmens sind Investoren wie Francisco Partners, Golden Gate Capital oder Thoma Bravo.

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Micro Focus wird eigenen Angaben zufolge nach dem Zusammenschluss einen kombinierten Umsatz von 1,4 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen von 0,5 Milliarden US-Dollar aufweisen. Man spricht von insgesamt 4500 Angestellten, die für das "neue" Unternehmen arbeiten werden. Die bald übernommenen Tochterfirmen samt ihren Produktportfolios – Attachmate, NetIQ, Novell und SUSE – sollen mit ihren Stammsitzen Provo (Utah), Houston, Seattle und Nürnberg weiterbetrieben werden. (ane)

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