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Microservice-API-Gateway: Kong 1.0 ist fertig

Das neue runde Release des Open-Source-Microservice-API-Gateways unterstützt unterschiedliche Service-Meshes und das gRPC-Protokoll.

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Microservice-API-Gateway: Kong 1.0 ist fertig

(Bild: JakeWilliamHeckey | Pixabay)

Im September im Zuge einer Release-Candidate-Version angekündigt, ist nun die fertige Version 1.0 von Kong veröffentlicht worden. Kong ist als Service-Kontrollplattform vom gleichnamigen Unternehmen entwickelt worden. Sie soll künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und andere Technologien kombinieren, um den Informationsfluss von und zu Services zu vermitteln. Kong basiert auf dem Reverse-Proxy-Server Nginx. Die Plattform stellt Dienste bereit, einschließlich einer REST-API-Schnittstelle für die Registrierung von APIs und einer Plattform für Plug-ins.

Kong 1.0 enthält außerdem Funktionen zur Unterstützung von Service-Mesh-Implementierungen und des Kubernetes IngressController. Benutzer können Kong sowohl als eigenständiges Service-Mesh verwenden oder es mit anderen Service-Mesh-Plattformen wie Istio integrieren. Service-Mesh-Ansätze stellen einen der aufstrebenden Trends in Cloud-Native-Entwicklungen dar.

In Version 1.0 erstellt ein Kong-Cluster zudem eine Zertifizierungsstelle, mit der die Knoten eine gegenseitige TLS-Authentifizierung untereinander aufbauen können. Darüber hinaus kann Kong nun Raw-TCP-Verkehr routen, was bedeutet, dass Kong nun den Verkehr von Mail-Servern und anderen TCP-basierten Anwendungen bis hin zu L7 bis L4 ausgleichen kann.

Die Plattform unterstützt nun neben REST auch das gRPC-Protokoll. Diese Unterstützung, die auf HTTP/2 aufbaut, bietet Kong-Benutzern, die horizontalen Verkehr mit geringem Aufwand und Latenzzeiten verbinden möchten, eine weitere Option. Das ist wohl dann hilfreich, wenn Anwender in hybriden Umgebungen mehr Mesh-Deployments öffnen wollen.

Kong stellt des Weiteren ein neues Database Abstraction Object (DAO) vor, das die Migration von einem Datenbankschema zum anderen erleichtern soll. Es ermöglicht Benutzern, ihren Kong-Cluster auf einmal zu aktualisieren, ohne dass manuelle Eingriffe erforderlich sind, um jeden Knoten zu aktualisieren. Das Plugin Development Kit ist schließlich ein Satz von Lua-Funktionen und Variablen, die benutzerdefinierter Plug-ins verwenden können, um ihre eigene Logik auf Kong zu implementieren.

Das Hauptprodukt von Kong ist der gleichnamige API-Server, der 2015 unter eine Open-Source-Lizenz gestellt wurde. Darüber hinaus verfügt Kong über eine Enterprise-Edition, die zusätzliche Reporting- und Managementfunktionen bietet. Bis Oktober 2017 war Kong unter dem Namen Mashape Inc. bekannt. Das Unternehmen hatte im März 2017 insgesamt 26,1 Millionen US-Dollar Risikokapital eingestrichen. Kunden von Kong sind unter anderem Nokia, die New York Times und die Harvard University. (ane)