Microservice-API-Gateway: Kong 1.1 erlaubt deklarative Konfiguration

Die Service-Kontrollplattform lässt sich in der neuen Version über YAML oder JSON konfigurieren und auch vollständig In-Memory betreiben, ohne Datenbank.

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(Bild: JakeWilliamHeckey | Pixabay)

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Nachdem zum Jahresende 2018 das erste Major Release des Microservice-API-Gateways Kong an den Start ging, legen die Entwickler des gleichnamigen Unternehmens nun die mit Kong 1.1 das erste größere Update vor. Neben einer Reihe von Fehlerbereinigungen bietet die neue Version der Open-Source-Service-Kontrollplattform auch neue Funktionen – darunter die Möglichkeit, Kong ohne Datenbank vollständig im Systemspeicher zu betreiben und die deklarative Konfiguration über YAML oder JSON zu nutzen.

Anstatt wie bisher eine Folge von API-Aufrufen initiieren zu müssen, können Anwender Kong ab sofort deklarativ konfigurieren und somit sämtliche Einstellungen in einer YAML- oder JSON-Datei zusammenfassen. Dadurch soll nicht nur generell die Komplexität verringert werden, sondern das Management soll sich einfacher gestalten – beispielsweise durch Automatisieren der Deployment Pipelines mit Tools wie Jenkins und vergleichbaren CD-Werkzeugen.

Dank deklarativer Konfiguration lässt sich Kong 1.1 auch ohne Datenbank betreiben.

(Bild: Kong)

Die deklarative Konfiguration ist darüber hinaus eine Voraussetzung für die zweite wichtigere Neuerung in Kong 1.1: den Betrieb im DB-less-Modus. Der Microservice-API-Gateway lässt sich künftig auch komplett im Systemspeicher ausführen, ohne auf eine Datenbank wie PostgrSQL oder Cassandra zurückgreifen zu müssen. Die Konfigurationen lassen sich direkt aus den YAML- oder JSON-Dateien in den Speicher parsen. Die bisherige Abhängigkeit sämtlicher Kong-Nodes in einem Cluster von der zentralen Datenbank entfällt. Die In-Memory-Vorgehensweise soll damit ebenfalls zu einer Vereinfachung beitragen und den Einsatz von CI/CD-Automatisierungstools wie Ansible erleichtern.

Zu den weiteren Neuerungen in Kong 1.1 zählen Entity Tags, automatischer Bulk DB Import sowie ein Kubernetes-Sidecar-Injection-Plug-in zum Straffen von K8s Deployments. Einen kompletten Überblick aller Fehlerbereinigungen und Verbesserungen im Microservice-API-Gateway bietet der Blog-Beitrag zur Veröffentlichung der neuen Version, Details sind in den Change Logs aufgelistet. (map)