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Microservices: Kong erweitert seine Enterprise- und Open-Source-Linien

Kong Enterprise 2020 enthält unter anderem eine Werkzeugsuite zum Debuggen und Testen von Services, und Kong Gateway kann Go-Plug-ins nutzen.

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(Bild: Shutterstock)

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Das Unternehmen Kong hat auf der Firmenveranstaltung Kong Summit in San Francisco diese Woche zahlreiche Neuerungen vor allem für Kunden der kommerziellen Variante des auf die Verwaltung von Microservices ausgelegten Produkts angekündigt. Kong Enterprise 2020 (KE 2020) erweitert die Plattform um ein Tool zum Erstellen von Tests und eine Verbindung diverser Protokolle.

Das Open-Source-Basisprodukt des Unternehmens Kong Gateway ist vor Kurzem in Version 1.3 erschienen. Nun folgt mit der ersten Alpha-Release eine Vorschau auf Version 2.0. Auch das um zusätzliche Funktionen unter anderem zur Adminstration, für Security und Hochverfügbarkeit erweiterte Enterprise-Produkt hat derzeit noch Alpha-Status.

Eine neue Toolsuite soll Entwicklern beim Testen von Schnittstellen helfen: Das in KE 2020 enthaltene Kong Studio baut auf die API-Testplattform Insomnia auf. Kong hat die Übernahme des gleichnamigen Unternehmens hinter dem Open-Source-Tool ebenfalls auf dem Summit verkündet. Der ursprüngliche Entwickler Greg Schier hatte Insomnia zunächst 2015 neben seiner eigentlichen Arbeit gestartet, es 2016 als Vollzeitjob weitergeführt und seit 2017 als Open-Source-Projekt betrieben.

Kong Studio ist auf das Testen und Debuggen von APIs ausgelegt und direkt in Kong Enterprise eingebunden.

(Bild: Kong)

Kong Studio bietet direkte Schnittstellen zu Kong Enterprise und ermöglicht das Bearbeiten, Testen und Veröffentlichten von REST- und GraphQL-basierten Services in der Plattform. Entwickler können Codeschnippsel in diversen Programmiersprachen erstellen und direkt mit Git synchronisieren. Zudem bietet das Tool automatische Codeanalyse über Lint für OpenAPI.

KE 2020 vereinheitlicht den Multiprotokoll-Support für die Anbindung an unterschiedliche Systeme. Neben den in Kong integrierten Protokollen REST und gRPC können Entwickler Apollo GraphQL Server sowie Apache Kafka einbinden. KE 2020 bietet eine Übersetzung zwischen den Protokollen, um nahtlos unterschiedliche Services miteinander zu verbinden.

Das Werkzeug zum Erkennen von Anomalien Kong Immunity bietet im aktuellen Release eine eigene Oberfläche, die beim Erstellen von Filtern und dem Sortieren helfen soll. Im Zusammenspiel mit dem ebenfalls überarbeiteten Visualisierungswerkzeug Kong Brain lassen sich Angriffsstellen auf Services beziehungsweise Endpunkte herunterbrechen.

Die Oberfläche für Kong Immunity soll beim Finden von Schwachstellen helfen.

(Bild: Kong)

Neben den Neuerungen für die Enterprise-Variante hat Kong einige Ergänzungen für die Open-Source-Software Kong Gateway 2.0 angekündigt. Nennenswert ist, dass Plug-in-Entwickler künftig nicht nur Lua, sondern auch Go nutzen können. Googles Programmiersprache erfreut sich im Bereich der Microservice-Entwicklung einer gewissen Beliebtheit, und passend dazu bringt Kong 2.0 ein PDK (Plugin Development Kit) für Go mit.

Kong Gateway 2.0 trennt zudem die Daten- von der Kontrollschicht. Auf die Weise bietet es vor allem für den hybriden Einsatz zwischen Rechenzentrum und Cloud flexiblere Varianten, bei der in Letzterem die Control Plane und in Ersterem zugunsten der Performance die Data Plane liegt.

Weitere Neuerungen zu Kong Enterprise 2020 und Kong Gateway 2.0 lassen sich den jeweiligen Ankündigungen entnehmen. Das Open-Source-Produkt steht auf der Kong-Site derzeit noch als Version 1.3 zum Herunterladen bereit, und die KE 2020 Alpha ist als privat gekennzeichnet. Insomnia ist auf der Kong-Site verlinkt und offensichtlich weiterhin ebenso als Open-Source- als auch als kommerzielles Produkt verfügbar. (rme)