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Microsoft Edge hat WebAssembly an Bord

Die Implementierung ist zunächst experimentell und soll die Start-up-Zeit optimieren, indem sie mit dem Parsen der Funktionen bis zu ihrem jeweiligen Aufruf wartet.

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Microsoft Edge hat WebAssembly an Bord

Mit dem Windows 10 Creators Update bringt Microsoft einige Ergänzungen für den Edge-Browser. Aus Entwicklersicht dürfte vor allem die Unterstützung für WebAssembly interessant sein. Das Binärformat zur clientseitigen Browserprogrammierung hatte im März die Preview-Phase abgeschlossen und ist bereits in Chrome und Firefox enthalten. Dort gilt die Unterstützung ebenso wie in Edge derzeit noch als experimentell.

Anders als in den anderen Implementierungen erfolgt in Edge das Parsen der Funktionen erst bei ihrem jeweiligen Aufruf. Damit will das Team die Start-up-zeit optimieren, die laut dem Blogbeitrag oft mehr Kopfschmerzen bereitet als die Performance von WebAssembly-Anwendungen zur Laufzeit.

Verwendung und Ausblick

Um WebAssembly verwenden zu können, müssen Edge-Nutzer unter about:flags den Haken vor Experimentelle JavaScript-Features aktivieren setzen. Derzeit enthält Microsofts Browser noch nicht alle Features der MVP-Variante (Minimum Viable Product) des Binärformats, aber das Team will die fehlenden nachliefern und die Performance weiter verbessern. Darüber hinaus erwägt es die Implementierung erweiterter Funktionen wie Threads, die nicht zum MVP-Set gehören.

WebAssembly (wasm) ist ein Ansatz zur clientseitigen Browserprogrammierung und setzt auf ein Binärformat. Es soll JavaScript nicht ersetzen, sondern ergänzen, und vor allem dort zum Einsatz kommen, wo hohe Performance erforderlich ist, also beispielsweise in Spielen. (rme)