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Microsoft PDC 2009 beginnt in Los Angeles

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Um 8.30 Uhr Ortszeit beginnt am heutigen Dienstag Microsofts Professional Developer Conference (PDC) 2009 in Los Angeles. Die bisher angekündigten Schwerpunkte der dreitägigen Konferenz sind Cloud Computing, Microsofts Webplattform mit ASP.NET, Silverlight und SharePoint sowie Microsoft Office. Neben zahlreichen Neuankündigungen wird die PDC auch den Stand der Dinge zu den im letzten Jahr angekündigten Produkten wie .NET 4.0, Visual Studio 2010 und den Windows Application Server "Dublin" thematisieren.

Sowohl am Dienstag (17. 11.) als auch am Mittwoch (18. 11.) finden Keynotes statt, die jeweils um 17.30 Uhr deutscher Zeit jedermann kostenlos über die öffentliche PDC-Website ansehen kann. Heute redet Ray Ozzie, President Server and Tools, über Cloud Computing. Die übrigen Schwerpunkte sind Thema der gemeinsamen Mittwoch-Keynote von Scott Guthrie, Vice President .NET Developer Platform, und Kurt DelBene, Senior Vice President Office Business Productivity Group.

Im Gegensatz zu der jährlich an mehreren Orten auf der Welt stattfindenden TechEd veranstaltet Microsoft eine Professional Developer Conference nur dann an, wenn die Redmonder Entwicklerteams erhebliche Neuheiten an ihre Entwicklergemeinden verkünden möchten. Microsofts .NET wurde erstmals auf der PDC 2000 angekündigt, Longhorn (später Vista) und WinFX (später .NET 3.0) 2003 und .NET 3.5 im Jahr 2005. Letztes Jahr gab es als Neuigkeiten NET 4.0, Windows 7, Windows Azure und die Online-Variante der Office-Produkte.

Aber nicht alle auf der PDC angekündigten Produkte haben es jemals zur Marktreife geschafft. Beispiele dafür sind das SQL-Server-Dateisystem WinFS, das 2003 angekündigt wurde. 2001 gab es sogar eine PDC, deren Hauptthema "Hailstorm", von Microsoft bereitgestellte Webservices, wegen mangelnder Akzeptanz im Markt komplett wieder eingestampft wurde. Teile von Hailstorm kehrten erst 2008 in Form der Cloud-Plattform Windows Azure zurück. Für 2006 war keine PDC angekündigt. Die für Oktober 2007 geplante PDC wurde wenige Monate vorher abgesagt, weil es nicht genug Neuigkeiten gab.

Teilnehmerzahlen der diesjährigen PDC wollte Microsoft vorab nicht herausgeben. Die rund 2100 Dollar teure Veranstaltung ist im Gegensatz zu den Vorjahren aber offensichtlich nicht ausverkauft, weil auch einen Tag vorher noch Anmeldungen möglich waren. (Holger Schwichtenberg) (ane)